Hawaiianische Babyholzrose Samen

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Was sind Hawaiianische Babyholzrosen Samen?

Hawaiian baby woodrose seeds Hawaiianische Babyholzrosen (Argyreia nervosa), nicht zu verwechseln mit der Hawaiianischen Holzrose (Merremia tuberosa) ist eine Kletterpflanze, die auch als Elefantenwinde und Silberwinde bekannt ist und das ganze Jahr über wächst. Sie stammt aus dem indischen Subkontinent und kommt in den verschiedensten Teilen der Welt vor, u.a. Hawaii, Afrika und der Karibik. Sie ist eine invasive Art, obwohl sie oft für ihren ästhetischen Wert gepriesen wird. Die Samen der Pflanze werden ausserdem als legales Halluzinogen verwendet.

Geschichte

Die Pflanze ist ein seltenes Beispiel eines haluzinogenen Krauts, dessen Eigenschaften erst kürzlich entdeckt wurden. Während die Cousins der Windenfamilie, wie Rivea corymbosa (Ololiuhqui) und Ipomoea violacea (Tlitliltzin) seit Jahrhunderten bei schamanischen Ritualen in Lateinamerika verwendet werden, war die Hawaiianische Babyholzrose traditionell nicht als Halluzinogen anerkannt. Auf ihre Eigenschaften wurde erstmals in den 1960er Jahren aufmerksam gemacht, obwohl ihre chemische Zusammenstellung fast identisch mit den zwei oben genannten Arten ist und sie eigentlich die höchste Konzentration psychoaktiver Substanzen in der ganzen Familie besitzt. Sie wird auch heute noch von den ärmeren Hawaiianern verwendet, um high zu werden.

Botanik

Die Hawaiianische Babyholzrose ist Teil der Windenfamilie, wie auch die Prunkwinde (Ipomoea). Argyreia nervosa wächst als riesige Kletterpflanze in grossartiger Schönheit und ornamentalem Wert. Diese fast 10 Meter lange Rebe hat grosse Blätter in Herzform und Büschel mit 2-3 Zoll grossen, violetten Blüten, die sich zu attraktiven Schoten entwickeln, die aussehen wie eine Holzrose. Sie stammt aus Asien und wird in Hawaii gezüchtet. Die Schoten werden in getrocknetem Zustand zu einer weichen, dunkelbraunen, haselnussgrossen Kapsel und enthalten ein bis vier pelzige, braune Samen. Die Kapseln sind umgeben von einem getrockneten Blütenkelch, der in fünf Blätter geteilt ist. Die Samen sind sowohl halluzinogen als auch giftig.

Chemie

Argyreia nervosa Samen enthalten 0,3-1 % Mutterkorn-Alkaloide. Ergin (d-Lysergsäureamid), Isoergin (l-Lysergsäureamid), Ergometrin, Lysergol, Isolysergol, Elymoclavin und Chanoclavin kommen ausserdem vor. 6, 7 Lysergol und Elymoclavin sind Abbauprodukte von d-Lysergsäure. Mutterkorn-Alkaloide wurden auch aus dem Pilzsklerotium der Claviceps purpurea isoliert.

Wirkung

LSD-artige Wirkung, aber weniger intensiv mit weniger visuellen Effekten. Die Wirkungen sind: Euphorie, extreme Müdigkeit, Veränderung der visuellen und auditiven Wahrnehmung, emotionale Unruhe und Synästhesie (Phänomen bei dem die Sinne verwandelt werden). Zeit- und Raumwahrnehmung können ernsthaft verändert werden. Der Trip dauert 4-8 Stunden; das Ruhegefühl kann weitere 12 Stunden andauern. Der Schlaf ist tief und erholsam nach dem Trip, trotzdem kann es zu Katererscheinungen kommen, die sich in Form von vernebelter Sicht, Schwindelgefühl und körperlicher Ermüdung bemerkbar machen.

Häufige Nebenwirkungen

Übelkeit, Pupillenausdehnung, Zittern, erhöhter Blutdruck und Körpertemperatur.

Medizinische Anwendung

Hawaiianische Babyholzrosen Samen sind ein wichtiger Teil der ayurvedischen Medizin in Indien und werden auch heute noch in verschiedensten Formen gegen unterschiedlichste Krankheiten verwendet. Das Pulver der Wurzeln wird zusammen mit Ghee als Alternative verabreicht; Die Elefantenwinde mit Reiswasser vermischt. Bei Gelenkentzündungen wird es zusammen mit Milch und etwas Rizinusöl angewandt. Eine Paste der Wuzeln und Reiswasser wird auf rheumatische Schwellungen und andere Körperstellen aufgetragen, um Fettleibigkeit zu verringern. Die ganze Pflanze soll antiseptische Eigenschaften haben. Die Blätter sind entzündungshemmend und werden gegen Hautkrankheiten und Wunden verwendet, die seidenartige Seite wird auf Tumore, Eiterbeulen, Lippenbläschen und Karfunkel aufgelegt und wirkt als Reizmittel, um die Reifung und Vereiterung zu beschleunigen. Die Blätter werden ausserdem dazu verwendet, Medinawürmer zu extrahieren.

Anwendung

Die Samenschoten enthalten 4-6 Samen. Die Samen werden aus den Schoten entfernt und die pilzartige Schicht wird abgeschabt oder abgebrannt. Man kaut 4-8 frische Samen (ganze oder extrahierte) auf nüchternen Magen (um das Übelkeitsgefühl zu verringern).

Die Samen, die kommerziell verkauft werden sind üblicherweise schon aus den Schoten ausgelöst. Die Samen selbst sehen aus wie kleine Schokoladenchips, sind jedoch steinhart und wie oben beschrieben beschichtet. Um die Samen zuzubereiten, muss man nicht die gesamte Schale entfernen, sondern nur die dunkelbraune Substanz, die sich lose auf dem Samen befindet.

Zur Einnahme der Samen wird die folgende Methode verwendet: Zermahle die Samen und weiche sie anschliessend in gereinigtem Wasser für 24 Stunden ein. Nach den 24 Stunden, siebe die Samen von der Flüssigkeit mithilfe einer Strumpfhose, einem feinen Sieb oder einem Kaffeefilter ab.

Trinke diesen „Tee“ auf einen Zeitraum von 20-40 Minuten verteilt und nimm entweder ein kleines Glas oder ein paar grosse Schlucke Wasser nach jedem Schluck des Tees zu dir. Dieser Prozess entfernt die giftigen Stoffe und reduziert die Übelkeit, die oft mit LSA enthaltenden Samen assoziiert wird.

Es gibt Empfehlungen nicht mehr als 2-3 Samen beim ersten Mal einzunehmen. Sie müssen ausserdem nicht lange gekaut werden, da die Wirkstoffe von den Blutgefässen im Mund absorbiert werden.

Warnung

Nicht einnehmen bei einer Krankheitsgeschichte mit Leberstörungen oder Hepatitis. Menschen können unterschiedlich auf die gleiche Dosierung reagieren. Nicht einnehmen bei Schwangerschaft. Am besten in Gesellschaft einer erfahrenen Person, die auf dich aufpassen (und im Falle von Übergeben auch gleich sauber machen) kann. Nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen!

Kombinationen

Haschisch oder Marihuana können die Erfahrung intensivieren und Übelkeit vermindern. Sie tragen normalerweise zu einem positiven Gefühl bei.

Aufzucht

Die Hawaiianische Babyholzrose kann im Süden von Kalifornien und Florida im Freien angebaut werden. Anderswo sollte sie in einem grossen Topf oder Beet im Sommer draussen und im Winter drinnen gezüchtet werden. Sie kann durch Stecklinge oder Samen und im Frühling durch Abteilung vermehrt werden. Der Samen kann ausgekeimt werden, indem man eine kleine Kerbe in die Samenschale, abseits des Auges des Keimgewebes, ritzt. Weiche den Samen ein, bis er aufschwillt. Pflanze den Samen 1,5 cm tief in reiche Erde. Keine Wärme von unten verwenden. Nachdem die Keimblätter auftauchen, vorsichtig bewässern, und die oberste 1,5 cm dicke Schicht der Erde austrocknen lassen. Übermässiges Giessen kann zu Stamm- und Wurzelfäule führen. Die Pflanze wächst langsam bis sie ungefähr ein halbes Dutzend Blätter entwickelt hat, danach wächst sie sehr schnell. Im ersten Jahr entwickelt sie sich in kleine Büsche, die ungefähr 30-60 cm gross werden. In diesem Zeitraum kann sie beispielsweise in einem grossen Topf gezüchtet und im Winter drinnen gehalten werden. Im nächsten Frühling wird sie sich in eine grosse Rebe verwandeln und die ersten Blüten bzw. Samen produzieren. Im zweiten Jahr sollte sie ins Freie oder ein Beet gepflanzt werden. In Gegenden mit sehr kalten Wintern sollten die Wurzeln abgehoben werden oder das Beet an einem warmen Ort bis zum nächsten Frühling gelagert werden. Methoden, um den Alkaloide-Gehalt zu erhöhen können auf diese Rebe angewandt werden.

Die Samenschoten sollten geerntet werden, wenn sie vollkommen trocken sind. Sie müssen kühl und trocken gelagert werden und ihre Potenz nimmt nach 6 bis 9 Monaten ab.

Links / Quellen

Dieser Artikel basiert auf folgenden Seiten:

Erowids Hawaiian Baby Woodrose Vault

Erowids HBWR FAQs

Wikipedia über Argyeia Nervosa

Lysergsäureamide