Kratom (Mitragyna speciosa)

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Was ist Kratom?

Kratom Leaf

Kratom ist der gebräuchliche Name für eine Pflanze, die den wissenschaftltichen Namen Mitragyna speciosa Korthals trägt. Es ist ein Baum, der aus Südost-Asien stammt (Thailand, nördliche Malay Halbinsel bis Borneo); am häufigsten in den zentralen und südlichen Regionen Thailands wächst und nur im nördlichen Teil selten ist.

Die traditionelle Anwendung dieser Pflanze reicht viele Jahrhunderte zurück und hat ihren Ursprung natürlich in Thailand. In letzter Zeit wurde Kratom als Entspannungsmittel beliebt, aufgrund der angenehmen Wirkung, welche die Blätter haben können. Ausserhalb von Thailand ist nur wenig über Kratom bekannt.


Geschichte

Kratom und vor allem Mitragynin sind bekannt für ihre positive Wirkung auf die Stimmung. Es stimuliert den Körper und erhöht so auch die Aktivität. Traditionell wurde Kratom vor allem von thailändischen Landarbeitern, Arbeitern und Bauern verwendet, um die Last der schweren Arbeit und der ärmlichen Existenz zu lindern. Sie nahmen es meistens täglich ein. Wann genau es zum ersten Mal verwendet wurde, konnte man bisher nicht heraus finden, da dies sehr lange zurück liegt.

In der traditionellen Medizin verwenden die Thailänder Kratom, um Durchfall zu behandeln. Eine kleine Gruppe verwendet es auch, um den sexuellen Verkehr zu intensivieren oder zu verlängern.

Trotzdem hat die thailändische Regierung die Einnahme von Kratom verboten und die Pflanze in die gleiche Kategorie eingestuft wie Kokain oder Heroin. Infolgedessen bekam Kratom die zweifelhafte Ehre im Land seiner Herkunft und traditioneller Verwendung, verboten zu werden.


Pflanzenkunde

Kratom Leaves

Die Mitragyna Gattung, Teil der Familie Rubiaceae, kann in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und Afrikas gefunden werden. Asiatische Mitragynas kommen oft in Regenwäldern vor, während die afrikanische Spezies (die manchmal auch in eine andere Gattung, nämlich Hallea, eingeteilt wird) eher in Sumpfgebieten vorkommt. Die meisten Spezies sind baumartig und manche können bis zu 30 Meter hoch werden. Der Gattungsname wurde der Pflanze von Korthals gegeben, da die Stigmas der ersten Pflanze die er untersuchte einer Bischofsmütze ähnelten. Diese Gattung ist gekennzeichnet durch kugelförmige Blütenköpfe, die bis zu 120 Blüten tragen.

Die Mitragyna speciosa selbst kann Höhen von 15 Metern erreichen und sich über 4,5 Meter ausbreiten. Der Stamm ist aufgerichtet und verzweigt sich, die Blätter haben eine dunkle, glitzernd grüne Farbe, sind eiförmig und spitz in Form und haben ein umgekehrtes Wachstumsmuster. Kratom ist eher immergrün als laubabwerfend und die Blätter werden kontinuierlich ersetzt, wobei auch ein sozusagen saisonbedingtes Abwerfen der Blätter aufgrund der Umweltbedingungen auftreten kann. Während der Trockenperiode kommt Laubfall reichlicher vor, neues Wachstum von Blättern kommt viel in der Regensaison vor.


Chemie

Mehr als 25 Alkaloide wurden aus Mitragyna speciosa isliert. Die drei am häufigsten vorkommenden Indole sind Mitragynin (9-methoxy-corynantheidin), das für die Hälfte des Alkaloidgehalts verantwortlich ist, Paynanthin und Speciogynin. Die ersten zwei dieser Stoffe scheinen ausschliesslich in M. speciosa vorzukommen. Die zwei häufigsten Oxindole sind Mitraphyllin und Speciofolin. Andere vorkommende Alkaloide sind Ajmalicin, Corynanthedin, Mitraversin, Rhychophyllin und Stipulatin. Von Mitragynin wird vermutet, dass es das Hauptalkaloid in M. speciosa ist, was jedoch nicht bewiesen ist.


Kratom Wirkung

Die Wirkung von Kratom kann als vergleichbar mit Opiaten beschrieben werden, jedoch weniger stark. Im Allgemeinen ist die Wirkung stimulierend und euphorisch bei niedrigerer Dosierung und eher beruhigend und narkotisch bei höherer Dosierung. Die Wirkung macht sich nach fünf bis zehn Minuten bemerkbar und kann mehrere Stunden anhalten.

Kratom enthält eine Vielzahl an Wirkstoffen, sogenannte Alkaloide, unter ihnen Mitragynin, von dem vermutete wird, dass es für die meisten Wirkungen verantwortlich ist. Mitragynin ist ein Opiat-Agonist, d.h. es hat eine Affinität mit den Opiat-Rezeptoren im Gehirn. Diese Rezeptoren beeinflussen Stimmung und Beunruhigung. Mitragynin bindet sich an diese Rezeptoren, verbessert so die Stimmung und gibt einem ein euphorisches Gefühl, wie andere Opiate, z.B. Heroin oder Opium. Der grosse Unterschied zwischen Kratom und Opiaten, ist die Tatsache, dass Mitragynin sogenannte δ-Opiat-Rezeptoren bevorzugt, während Opiate sich an μ-Opiat-Rezeptoren bindet. Bei einer höheren Dosierung stimuliert Mitragynin vermehrt μ-Rezeptoren. Das soll der Grund sein, warum Kratom eine stimulierende Wirkung bei niedriger Dosierung und eine narkotische Wirkung bei hoher Dosierung hat, die nicht (stark) süchtig macht.

Heutzutage beschreiben Gebraucher die Wirkung als stimulierend und euphorisch und für manche hat es auch eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung. Es wird von euphorischen Gefühlen berichtet, bei denen man noch energetisch genug ist, um normal zu funktionieren. Die meisten Quellen meinen, dass es stimulierend wirkt und bei höherer Dosierung beruhigend wird.

Es wurde auch von Kopfschmerzen und Übelkeit nach der Einnahme berichtet, welche normalerweise aber nach einer kurzen Zeit verschwinden. Es gibt auch mögliche negative Auswirkung durch die Einnahme von Kratom, vorallem nach einem längeren Zeitraum der regelmässigen Einnahme.


Medizinische Anwendung

In Ostasien wird es oft als Ersatz für Opium verwendet, wenn Opium nicht verfügbar ist, oder um die Abhängigkeit von Opium zu mildern. Mitragynin wird verwendet, um den Gebraucher schrittweise vom Rauschgift zu entwöhnen. Innerhalb weniger Tage, hört der Süchtige mit dem spezifischen Rauschgift auf und das Verlangen bzw. die Entzugserscheinungen werden durch das Binden von Mitragynin an die δ-Rezeptoren reguliert. Mitragynin könnte auch als Erhaltungsdroge dienen, für Süchtige, die nicht aufhören wollen, jedoch eine ausgeartete Sucht wieder in geregelte Bahnen zurückbringen wollen.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde Mitragynin in Neuseeland als Entzugsmittel bei Methadon-Süchtigen verwendet. Im Jahr 1999 sagte Pennapa Sapcharoen, Direktor des Nationalen Instituts für Traditionelle Thailändische Medizin in Bankok, dass Kratom sowohl für Opiumabhängige als auch Patienten mit Depressionen verschrieben werden könnte, betonte jedoch, dass weitere Untersuchungen notwendig seien.

Es ist allgemein bekannt, dass Kratom eine positive Auswirkung auf die Stimmung und den Ängstlichkeitsgrad haben kann, es gibt jedoch noch keine Studien über Langzeitanwendung.


Sorten

Es gibt verschiedene Arten von Kratom auf dem Markt: Blätter, Pulver und Harz. Harz und Pulver sind normalerweise stärker als die Blätter, jedoch hängt die Potenz jedes Produkts auch vom Alter und der Qualität der Pflanzen ab. Manche Seiten warnen vor sogenannten „kommerziellen Blättern“, womit eine Mischung von Blättern verschiedenster Qualität gemeint ist. Es sind auch ausgewählte Blätter von hoher Qualität oder Pulver (besteht meistens aus zerriebenen Blättern) erhältlich. Diese Varianten sind üblicherweise teurer, man braucht jedoch auch weniger davon. Es ist schwer zu sagen was die beste Option ist.


Anwendung

Die Dosierung hängt sehr von der Stärke des verwendeten Kratoms ab. Üblicherweise reichen 5-10 Gramm für unerfahrene Konsumenten. Geringere Dosierungen bei der Verwendung von Kratom Pulver, da es normalerweise stärker ist als die Blätter (3-5 Gramm). Das gleiche gilt für Harz. Kratom ist nicht suchterzeugend wenn es verantwortungsvoll, nicht öfter als ein bis zwei Mal pro Monat, eingenommen wird. Trotzdem fühlen regelmässige Konsumenten das Bedürfnis die Dosierung nach einiger Zeit zu erhöhen.

Kratom Blätter werden üblicherweise frisch gekaut (nach dem Entfernen der faserigen Hauptadern). Getrocknete Blätter können auch gekaut werden, da diese aber etwas schwer zu kauen sind, bevorzugen die meisten, sie zuerst zu einem Pulver zu zerreiben. Man muss sie relativ lange kauen. Die meisten Menschen trinken warmes Wasser oder Tee danach.

Ein pastenartiges Extrakt kann durch langes Kochen der getrockneten oder frischen Blätter erzeugt werden. Dies kann lange aufbewahrt werden. Kleine Kugeln (die auch als solche in vielen Geschäften verkauft werden) können geschluckt oder in heissem Wasser aufgelöst und als Tee eingenommen werden. Auch das Mischen mit gewöhnlichem schwarzem Tee vor der Einnahme ist relativ gängig. Dadurch wird ein geniessbarer Geschmack erzielt, manchmal auch durch das Zufügen von Honig.

Dried Kratom Leaves

Das Zubereiten eines Tees ist wahrscheinlich die geschmacklich beste und auch die am meisten verbreitete Art, um Kratom einzunehmen::

  1. Nimm 50 Gramm getrockneter, zerriebener Blätter und mische diese mit ungefähr einem Liter Wasser.
  2. Lasse es 15-20 Minuten köcheln.
  3. Giesse den Tee durch ein Sieb in eine Schüssel und behalte die Flüssigkeit (drücke die Blätter aus, um das meiste aus der Flüssigkeit rauszuholen).
  4. Gib die Blätter zurück in den Topf und füge nochmals einen Liter Wasser hinzu. Wiederhole Schritt 2 und 3 (nachdem die Blätter ein zweites Mal abgegossen wurden, können sie entsorgt werden).
  5. Füge beide Flüssigkeiten zusammen und koche sie bis die Menge auf ca. 100 ml reduziert wurde.

Nebenwirkungen

Das Auftreten von Gesundheitsprobleme gilt als unwahrscheinlich für den gelegentlichen Kratom Konsumenten. Es wurde von leichten Übelkeitsgefühlen, erhöhtem Urinieren und Verstopfung als Nebenwirkungen berichtet. Wie bei jeder Droge oder Medizin unterscheiden sich die körperlichen Reaktionen und manchmal kann es deshalb auch zu allergischen oder ungewöhnlichen Reaktionen kommen, auch bei verantwortungsbewusster Einnahme.


Warnung

Die Gesundheitsrisikos bei Kratom sind gering, ausgenommen bei übermässiger Einnahme. In Thailand, wo manche Menschen Kratom jeden Tag konsumieren, können die Abhängigen Gewichtsverlust, dunkle Pigmente im Gesicht und körperliche Entzugserscheinungen erfahren. Die Entzugserscheinungen können sich in Form von Muskelschmerzen, erhöhter Reizbarkeit, Weinen, rinnender Nase, Durchfall und Muskelzucken ausdrücken.

Unter Einfluss von Kratom keine schweren Maschinen bedienen, nicht am aktiv am Strassenverkehr teilnehmen oder andere gefährliche Aktivitäten unternehmen. Auch wenn Du dich eher stimuliert als müde fühlst, kann Müdigkeit schnell, ohne Vorwarnung eintreten.

Schwangere oder stillende Frauen und Kinder unter 18 Jahren, sollten keine Drogen oder Medikamente ohne professioneller Beratung einnehmen. Wir raten dringend davon ab, dass Frauen, die schwanger sein könnten Kratom einnehmen.


Kombinationen

Das Kombinieren von Drogen ist grundsätzlich eine schlechte Idee. Es wird empfohlen Kratom nicht mit Yohimbin, Kokain, Amphetamin-artigen Drogen, oder grossen Mengen Koffein zu kombinieren, aufgrund der Möglichkeit einer Über-Stimulierung oder erhöhtem Blutdruck. Wir empfehlen ausserdem Kratom nicht zusammen mit grossen Mengen Alkohol, Benzodiazepinen, Opiaten oder anderen Drogen, die das Nervensystem unterdrücken, einzunehmen. Der Grund ist die Möglichkeit, dass diese Kombinationen übermässige Beruhigung oder sogar Atemdepressionen verursachen können. Es wird ausserdem empfohlen Kratom nicht zusammen mit MAO-Hemmern, wie Syrische Steppenraute (Peganum harmala), Banisteriopsis caapi, Passionsblume (Passiflora incarnata) und gewissen Antidepressiva einzunehmen. Ernsthafte und sogar tödliche Folgen können auftreten, wenn MAO-hemmende Drogen mit Monoamin Drogen kombiniert werden. Die Kombination von MAO-Hemmern und Kratom, das Monoamin Alkaloide enthält wurde noch nicht erforscht.


Kratom züchten

Kratom bevorzugt feuchte, humusreiche Erde an einem beschützten Ort. Da es viele Nährstoffe braucht, muss die Erde reich und fruchtbar sein. Es ist sensibel gegenüber Trockenheit und ausserhalb seines natürlichen Lebensraums auch anfällig auf Frost. Die Fortpflanzung verläuft mittels frischen Samen oder Stecklingen. Die Erfolgschancen sind klein, da das Holzgewebe oft durch Schimmel angegriffen wird.

Es ist nur wenig über das Züchten von Kratom bekannt. Samen und Stecklinge sind schwer zu finden und vorallem Stecklinge sind sehr schwer zu züchten, obwohl die Pflanze selbst, wenn sie sich ausreichend entwickelt hat, relativ robust ist. Aufgrund dieser der Schwierigkeit die Stecklinge zum Wurzeln zu bekommen, haben viele Leute mit dem Klonen der Pflanze experimentiert. Die zwei Hauptprobleme sind Schimmel und das Nicht-Wurzeln.

Einige Vorschläge, um mit diesen Problemen umzugehen:

  • den Steckling in Wasser geben, dem konstant Luft zugeführt wird, damit der Sauerstoff-Gehalt erhöht wird
  • die Verwendung kleiner Mengen Pilzvernichtungsmittel im Wasser, um vor Schimmel zu schützen
  • tägliches Wechseln des Wassers, um die Chance auf Schimmel zu vermindern

Berichten zufolge sind die Blätter der M. speciosa im späten Herbst am stärksten, kurz bevor sie abfallen. Ausserdem sollen die Pflanzen in kaltem Klima schwächer sein.


Aufbewahrung

Kratom Tee kann im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahrt werden. Kratom Extrakt kann mehrere Wochen aufbewahrt werden.


Links / Weitere Informationen

Lycaeum Kratom Pages (Englisch)

The Kratom Users Guide (Englisch)

Erowids Kratom Vault (Englisch)


Quellen

Dieser Artikel basiert auf folgender Quelle:

Kratom.nl


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