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Amphetamin - Enzyklopädie

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Amphetamin

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Amphetamin

Amphetamin ist ein starkes Aufputschmittel, das einen signifikanten Anstieg des Energieniveaus bewirkt. Amphetamin ist im Volksmund als Speed bekannt. Als Strassendroge ist es in Tabletten- oder Pulverform erhältlich. Das Pulver hat einen stark chemischen Geruch, der von der Art des im Produktionsprozess verwendeten Lösungsmittels abhängt, da reines Amphetamin überhaupt keinen Geruch hätte. Es handelt sich um eine der beliebtesten Partydrogen neben XTC und Kokain. Die Einnahme von Amphetamin kann sehr gefährlich sein. Deshalb werden wir in diesem Artikel unter anderem mehr über seine Risiken erklären.

Die Geschichte von Amphetamin

Amphetamin wurde erstmals 1887 synthetisiert, aber bis 1927 kaum verwendet, als Forscher die medizinischen Eigenschaften der Droge entdeckten. Es öffnet die Bronchien und bietet Schmerzlinderung bei Asthma- und Bronchitispatienten. Damals wurde es in Inhalatoren eingesetzt. Dadurch wurde die stimulierende Wirkung der Droge entdeckt und die Substanz im Laufe der 1930er Jahre immer beliebter.

Die Droge gewann noch mehr an Popularität, als Soldaten im Zweiten Weltkrieg die aufputschende und energetisierende Wirkung entdeckten. Es liess sie länger wach bleiben, man fühlte sich weniger ängstlich und verbesserte die Ausdauer. Es wird oft behauptet, dass Hitler ein Amphetamin Konsument war. Das stimmt jedoch nicht ganz, denn es ist bekannt, dass Hitler Methamphetamin einnahm, was nicht wirklich das gleiche ist. Mehr über den Unterschied zwischen Methamphetamin und Amphetamin erfährst Du in diesem Enzyklopädie-Artikel.

Als Amphetamin in zunehmendem Masse an Soldaten geliefert wurden, wurde schnell klar, dass die Droge auch einige ernsthafte Nachteile hatte. Es schien Herzprobleme zu verursachen, die in einigen Fällen lebensbedrohlich sein konnten. Die abhängig machende Seite des Medikaments wurde kurz darauf entdeckt. Sobald man süchtig ist, unterdrückt die Droge den Appetit bis zu dem Punkt, an dem man kaum noch essen kann. Es wird auch fast unmöglich zu schlafen. Eine Amphetaminabhängigkeit kann extreme Müdigkeit verursachen, die manchmal zum Tod führen kann. Deshalb wurde es in ein verschreibungspflichtiges Medikament umgewandelt. Bis in die 1960er Jahre wurde dieses Medikament noch recht häufig verschrieben, vor allem als Mittel gegen Asthma, aber auch als Schlankheitsmittel. Ein Hinweis, dass es zu weit ging, waren Hausfrauen, die begannen, mitten in der Nacht ihre Fenster zu säubern, weil sie auf Gewichtverlusttabletten waren, die hohe Dosen Amphetamin enthielten.

Während des Vietnamkriegs war Amphetamin illegal. Das verhinderte jedoch nicht, dass die Soldaten es in Extremsituationen einnahmen. Ungefähr sechzig Prozent von ihnen nahmen Amphetamin oder Methamphetamin ein. Dies führte zu enormen Suchtraten. Die amerikanische Regierung beschloss, die Droge energisch zu verbieten. Von diesem Zeitpunkt an wurde es nur noch als Medikament für schwere Formen von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verschrieben.

Biochemie

Amphetamin bindet sich an den „Trace Amine-Associated Rezeptor“ (TAA-Rezeptor). Dies erhöht die Abgabe von Adrenalin und Dopamin. Es verhindert auch die Wiederaufnahme dieser beiden Neurotransmitter. Infolgedessen steigen der Adrenalin- und Dopaminspiegel im Gehirn. Dadurch erhält man Energie, wird aufgeputscht und weniger ängstlich. Amphetamin hat eine Halbwertszeit von acht bis zehn Stunden. Das bedeutet, dass nach acht Stunden nur die Hälfte des Medikaments ausgeschieden wurde und Spuren davon immer noch im Gehirn vorhanden sind.

Links- und rechtsdrehende Amphetamine

Amphetamin wird immer noch als Medikament verschrieben. Bei medizinischem Amphetamin handelt es sich um Dexamphetamin. Bei der Herstellung von Dexamphetamin entstehen zwei nahezu identische Arten von Molekülen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist, dass sie sich im Grunde genommen gegenseitig spiegeln. Dies wäre vergleichbar mit einem linken und rechten Handschuh. Diese sind fast identisch, ausgenommen der Tatsache, dass einer auf die linke und der andere auf die rechte Hand passt. Das rechtsdrehende Amphetaminmolekül passt gut auf den TAA-Rezeptor, der für die stimulierende Wirkung sorgt. Das linksdrehende Molekül bindet sich auch an den Rezeptor, wenn auch nicht so gut wie das rechtsdrehende, was die Wirkung verringert.

Die linksdrehende Variante heisst auch Levoamphetamin, die rechtsdrehende Dexamphetamin. Medizinisches Amphetamin ist immer Dexamphetamin. Strassenamphetamin ist oft eine Mischung aus beiden.

Amphetamin als Medizin

Dexamphetamin

Das paradoxe an Amphetamin ist, dass. obwohl es ein sehr starkes Aufputschmittel ist, es oft als Medizin für ADHS gelobt wird. Seltsamerweise unterscheidet die englische Wikipedia-Seite klar zwischen Freizeit- und Therapieanwendungen. Wenn es als Medizin verschrieben wird, werden nur die Vorteile erwähnt, aber bei der Freizeitseite wird es plötzlich als gefährlich dargestellt. Diese Beschreibung ist offensichtlich sehr inkonsistent, da es sich in beiden Fällen um genau die gleiche Substanz handelt.

Pharmazeutisches Amphetamin gilt als völlig harmlos, wenn es über einen längeren Zeitraum verwendet wird. Es soll auch sehr effektiv bei der Bekämpfung von Konzentrationsproblemen sein. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der langfristige medizinische Gebrauch den IQ von Kindern mit ADHS um 4,5 Punkte erhöht [1][2][3]. Diese Vorteile sind mit der Stabilisierung der neurologischen Dysfunktion (bei ADHS-Patienten) im präfrontalen Lappen verbunden[4][5].

Der Freizeitgebrauch gilt als gefährlich. Allerdings wird oft vergessen, dass, wenn Dexamphetamin für medizinische Zwecke verwendet wird, es täglich eingenommen wird. Ein ADHS-Patient nimmt letztendlich weitaus mehr von dem Medikament ein als jemand, der es hin und wieder auf einem Festival einnimmt. Darüber hinaus ist die Dosis für den Freizeitgebrauch etwa so hoch wie die Dosis für den medizinischen Gebrauch. Also sollte man sich fragen, was schlimmer ist: sporadischer Einnahme zum Spass oder tägliche Einnahme für medizinische Zwecke? Das Problem ist, dass kaum Untersuchungen über die möglichen gesundheitlichen Risiken einer langfristigen Nutzung durchgeführt wurden. Es gibt einige Hinweise, die zeigen, dass es gefährlich sein kann.

Wenn man begreift, dass Amphetamin ein sehr starkes Aufputschmittel ist, dann ist auch klar, dass durch den langfristigen Gebrauch Hirnschäden entstehen können. Ritalin, eine neues Medikament, das eng mit Amphetamin verwandt ist, verursachte bei Ratten dauerhafte Hirnschäden [8]. Hirnscans haben gezeigt, dass der langfristige Einsatz von Ritalin die Gehirnchemie von Kindern dauerhaft verändert [9]. Die offenkundige Liebe von Wikipedia zu medizinischem Amphetamin darf also nicht allzu ernst genommen werden. Die Langzeitwirkungen sind nicht ausreichend erforscht, um zu behaupten, dass es harmlos ist und nur Vorteile besitzt.

Gelegentlich wird Amphetamin als Medikament gegen Narkolepsie verschrieben; ein Zustand, in dem man extreme Mengen an Schlaf benötigt. In der Vergangenheit wurde es auch als Antidepressivum verschrieben. Das hatte jedoch nicht den gewünschten Effekt, da durch Amphetamin in kurzer Zeit grosse Mengen an Dopamin verbraucht werden. Während man unter Einfluss ist, fühlt man sich euphorisch. Danach kommt es zu einem Dopamin-Crash. Die meisten Menschen mit Depressionen haben allgemein keinen hohen Dopaminspiegel, was dazu führen kann, dass sie sich noch deprimierter fühlen, wenn das Amphetamin nachlässt.

Amphetamin in vielen Farben

Strassenamphetamin gibt es in vielen verschiedenen Farben; meist weiss, grau, blau, gelb, hellgrün oder rosa. Reines Amphetamin ist jedoch weiss. Farbiges Pulver weist auf Verunreinigungen hin. Das reinste Strassenamphetamin ist 75 Prozent rein. Mindestens 25 Prozent dessen, was man konsumieren, besteht also aus anderen Chemikalien. Das Nebenprodukt und damit die Farbe variieren je nach Produktionsprozess.

Die Legende des Apfel Speeds

In den 90er Jahren kam in den Niederlanden „appeltjespep“ (Apfel Speed) in den Umlauf. Dieses Amphetamin roch leicht nach Apfel. Wie bereits erwähnt, besitzt reiner Speed keinen Geruch. Es ist wahrscheinlich, dass ein Dealer den Duft absichtlich dem Amphetamin, als Wiedererkennungsmittel, hinzufügt hatte. Es ist jedoch auch möglich, dass durch einen bestimmten Produktionsprozess Lösungsmittel verwendet wurden, die das Amphetamin nach Apfel riechen liessen.

Auch wenn der Apfel Speed seit über 25 Jahren nicht im Umlauf ist, werden die meisten Amphetamin-Liebhaber den Namen erkennen. Das Produkt war in den 90er Jahren so beliebt, dass es fast zur Legende wurde. Allerdings kann sich Amphetamin selbst nicht in der Qualität unterscheiden. Wenn das Medikament unterschiedliche Wirkungen hervorruft, liegt dies ausschliesslich an den Lösungsmitteln und Nebenprodukten im Pulver. Schliesslich bleibt Amphetamin Amphetamin, unabhängig vom Geruch.

Feuchter Speed

Manchmal wird Strassenamphetamin als Paste statt als Pulver verkauft. Gerüchten zufolge soll dieser Speed besonders frisch sein. Einige meinen sogar, dass trockener Speed sehr schnell seine Wirksamkeit verliert, und dass man nassen Speed jahrelang im Kühlschrank aufbewahren kann, ohne dass er an Qualität verliert. Die Wahrheit ist, dass Amphetamin durch Extraktionen hergestellt wird. Die überschüssige Flüssigkeit im Pulver bedeutet, dass sich noch etwas Lösungsmittel im Produkt befindet. Oft ist das Methanol. Das will man wirklich nicht in seinem Körper haben, denn es kann blind machen. Wenn man feuchten Speed kauft, ist es ratsam, die Flüssigkeit vor dem Gebrauch verdunsten zu lassen.

Die Behauptung, dass trockenes Amphetamin seine Wirksamkeit schneller verliert, ist ein Mythos. Pharmazeutische Pillen mit trockenem Amphetamin sind viele Jahre lang haltbar. Allerdings ist ein sehr trockener Speed nicht unbedingt angenehm zu schnupfen, da ein Teil davon in die Lunge gelangen könnte. Deshalb wird meistens das etwas klebrige Produkt bevorzugt, da es besser an der Nasenschleimhaut haftet.

Sein Amphetamin waschen

Auch wenn Amphetamin sehr billig ist – im Allgemeinen etwa fünf Euro pro Gramm –, ist es oft mit anderen billigen Pulvern wie Koffein, Mannitol und Inositol geschnitten. Einige Benutzer entschliessen sich deshalb, ihr Amphetamin zu waschen. Dies kann durch Zugabe eines Überschusses an (wasserfreiem, auch 99% reinem oder trockenem) Aceton erreicht werden, damit sich die Hilfsstoffe auflösen, nicht aber das Amphetamin. Wenn man die Suspension durch einen Filter laufen lässt, bleibt das Amphetamin in diesem hängen und der Hilfsstoff befindet sich in der Lösung. Diese kann dann entsorgt werden. Leider enthält das Produkt auch Verunreinigungen, die während des Produktionsprozesses auftreten. Das einzige, was mit dieser Methode entfernt wird, sind die relativ unschuldigen Hilfsstoffe.

Einnahme

Man kann Amphetamin schnupfen, schlucken oder spritzen. Eine Dosis hat etwa zwanzig Milligramm. Wie bereits erwähnt, ist Dexamphetamin stärker, so dass man davon nur zehn Milligramm benötigt. Nach der Einnahme hat man mehr Energie und eine verbesserte Konzentration. Man wird auch gesprächiger und wacher. Es lässt den Appetit verschwinden und macht es praktisch unmöglich zu schlafen. Es erhöht die Herzfrequenz und erweitert die Pupillen. Es lässt die Atmung schneller und die Muskeln angespannt werden. Letzteres kann zu Spannungen im Unterkiefer und willkürlichen Kaubewegungen führen. Das ist, was „schwingender Kiefer“ genannt wird.

Überdosis

Eine Überdosierung kann den Herzschlag unregelmässig machen, was zu Herzversagen und im Extremfall zu einem möglicherweise tödlichen Herzinfarkt führen kann. Es kann den Blutdruck so hoch ansteigen lassen, dass es zu Hirnblutungen kommt, die auch zum Tod führen können. Beim Schnupfen von Amphetamin ist eine Überdosierung praktisch unmöglich. Man kann einfach keine derartig gefährlichen Mengen durch die Nase konsumieren. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung, wenn die Droge oral eingenommen wird. Das Spritzen von Amphetamin ist bei weitem die gefährlichste Art, es zu konsumieren. Wir möchten dringend davon abraten, dies zu versuchen.

Sucht

Requiem

Wenn man regelmässig Speed konsumieren, läuft man Gefahr, körperlich abhängig zu werden. Das passiert, wenn der Körper versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem er Dopaminrezeptoren abbaut. Eine körperlich abhängige Person besitzt weniger Dopaminrezeptoren. Man benötigt gewisse Mengen an Dopamin, damit bestimmte biochemische Prozesse richtig ablaufen können, ein Amphetaminabhängiger muss also mit Amphetamin versorgt werden. Wenn nicht, kann das körperlich krank machen. Das tritt bei Entzugserscheinungen auf. Glücklicherweise kann sich der Körper davon innerhalb von etwa drei Tagen erholen. Danach verschwinden die Entzugserscheinungen.

Amphetamin macht nicht ganz so süchtig wie Methamphetamin, Kokain oder Heroin. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass man körperlich Abhängigkeit wird. Die meisten Fälle von Amphetaminabhängigkeit betreffen jedoch die psychische Abhängigkeit. Übermässiger Konsum kann zu Psychosen, gewalttätigem Verhalten und Schlaganfällen führen. Durch die Appetitlosigkeit kann man einen schwerwiegenden Nahrungsmangel entwickeln. In Kombination mit Schlafmangel kann eine Sucht einen völlig auslaugen. Amphetamin ist ungesund für den Körper. Eigentlich ist es sogar noch schädlicher als Kokain oder Heroin. Mit anderen Worten: Amphetamin ist sehr giftig. Ein weiterer Grund, es nicht zu nehmen.

Zum Abschluss

Nach dem Konsum von Amphetamin kann der Comedown in einigen Fällen eine Woche dauern. Man muss sich wirklich fragen, ob es sich lohnt, es einzunehmen. Wenn Du tanzen, plaudern oder arbeiten willst, gibt es viele Alternativen, die ganz allgemein mehr Spass machen und viel gesünder sind.

1. J.G. Millichap (2010). "Chapter 9: Medications for ADHD". In J.G. Millichap. Attention Deficit Hyperactivity Disorder Handbook: A Physician's Guide to ADHD (Zweite Ausgabe). New York, USA: Springer. S. 121–123, 125–127.
2. L.E. Arnold, P. Hodgkins, H. Caci, J. Kahle, S. Young (Februar 2015). "Effect of treatment modality on long-term outcomes in attention-deficit/hyperactivity disorder: a systematic review"
Bild 3: Treatment benefit by treatment type and outcome group
3. Y.S. Huang, M.H. Tsai (Juli 2011). "Long-term outcomes with medications for attention-deficit hyperactivity disorder: current status of knowledge". CNS Drugs. 25 (7): 539–554.
4. R.C. Malenka, E.J. Nestler, S.E. Hyman (2009). "Chapter 6: Widely Projecting Systems: Monoamines, Acetylcholine, and Orexin". In A. Sydor, R.Y. Brown. Molecular Neuropharmacology: A Foundation for Clinical Neuroscience (Zweite Ausgabe). New York, USA: McGraw-Hill Medical. S. 154–157.
5. L.C. Bidwell, F.J. McClernon, S.H. Kollins (August 2011). "Cognitive enhancers for the treatment of ADHD". Pharmacol. Biochem. Behav. 99 (2): 262–274.
6. S.E. Lakhan, A. Kirchgessner, Prescription stimulants in individuals with and without attention deficit hyperactivity disorder: misuse, cognitive impact, and adverse effects, Brain Behav. 2012 Sep;2(5):661-77
7. S.M. Berman, R. Kuczenski, J.T. McCracken, E.D. London. Potential adverse effects of amphetamine treatment on brain and behavior: a review. Mol Psychiatry. Feb. 2009;14(2):123-42. doi: 10.1038/mp.2008.90. Epub 12. Aug. 2008. Review. Erratum in: Mol Psychiatry. Nov. 2010;15(11):1121.
8. NIDA Study Shows That Methylphenidate (Ritalin) Causes Neuronal Changes in Brain Reward Areas
9. https://www.rtlnieuws.nl/gezondheid/ritalin-heeft-mogelijk-blijvend-effect-op-hersenen-kinderen



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