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Morphin - Enzyklopädie

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Morphin

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Morphin oder Morphium ist ein starkes Schmerzmittel. Ausserdem hat Morphin eine intensive, berauschende Wirkung. Darum wird es sowohl für medizinische Zwecke als auch als Rauschmittel verwendet. Morphin wird aus Opium hergestellt, dem getrockneten Saft der Mohnpflanze. Opium enthält eine Kombination von Opiaten, worunter auch Morphin. 

Morphin und Heroin sind sehr nahe miteinander verwandt, denn Morphin kann zu Heroin verarbeitet werden. Zuerst wird Morphin aus Opium extrahiert und wird danach durch eine chemische Reaktion zu Heroin. Deshalb hat Heroin eine sehr ähnliche Wirkung wie Morphin. Der hauptsächliche Unterschied liegt darin, dass Heroin die Blut-Hirn-Schranke leichter überwindet, was dazu führt, dass es schneller einfährt als Morphin.

In den Niederlanden wird Morphin nur selten als Rauschmittel verwendet. In Amerika ist die Situation jedoch komplett anders. In diesem Artikel behandeln wir die Themen Geschichte, Konsum, Biochemie und die Risiken der Einnahme von Morphin. Wir werden uns ausserdem mit der Mafia-artigen Rolle der Pharmaindustrie beschäftigen, wenn es um die legale Verbreitung dieser Substanz geht.  

Opium Mohnblumen

Die Geschichte von Morphin

Opium ist seit langer Zeit bekannt. In Bagdad wurde eine Lehmplatte mit Keilschriften aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Darauf war die Kultivierung der Mohnblume beschrieben. Eine weitere Beschreibung von Opium aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. wurde in Ägypten gefunden. In der griechischen Mythologie soll Demeter, die Göttin der Landwirtschaft und Ernte, gemeint haben, dass Opium ihre Trauer lindert. Auch Alexander der Grosse (356 – 232 v. Chr.) war ein grosser Fan von Opium. Seit jeher wird Opium sowohl als Schmerzmittel als auch als Rauschmittel verwendet.

Laudanum

Im Jahr 1525 kam Opium als alkoholisches Extrakt mit dem Namen Laudanum auf den europäischen Markt. Es wurde als Schmerz- und Schlafmittel verwendet. Für lange Zeit war der Opiummissbrauch kein weit verbreitetes Problem. Das änderte sich jedoch als die Ostindische Kompanie China erreichte und dort viele Produkte vorfand, die den Niederländern und den Briten gefielen, wie Gewürze, Tee und Porzellan. Jedoch waren die Chinesen nur wenig an Produkten aus Europa interessiert. Deshalb wurde in China viel Geld ausgegeben, ohne damit Profit zu machen. Die Niederländer und die Briten jedoch fanden eine Lösung für dieses Problem. Im frühen 19. Jahrhundert begannen die Europäer Opium nach China zu verschiffen und als Folge davon waren 1839 ungefähr 15.000 Chinesen opiumabhängig.

Dadurch konnten die Niederländer und Briten ihre feinen Waren für wenig Geld erhalten. Natürlich war die chinesische Regierung darüber nicht erfreut und zerstörte 1839 deren gesamten Opiumvorrat. Der Strassenwert davon wäre heute 300 Millionen Euro. Die Briten fühlten sich dadurch angegriffen und obwohl sie von weit weg kamen, gewannen sie den ersten Opium-Krieg aufgrund ihrer modernen Kriegsschiffe. Dadurch konnten die Briten die chinesische Bevölkerung weiterhin von Opium abhängig machen. Im Jahr 1860 verlor China einen weiteren Opium-Krieg gegen Grossbritannien und die Opiumabhängigkeit in der chinesischen Bevölkerung stieg weiter an. Das Problem breitete sich also aus.

Es wurde noch schlimmer als der Apotheker Friedrich Sertürner im Jahr 1803 Morphin aus Opium isolierte. Morphin ist nach dem griechischen Gott Morpheus, dem Gott der Träume, benannt. Obwohl die Entdeckung von Morphin, aufgrund seiner stark schmerzlindernden Eigenschaften, als grosser Durchbruch in der Medizin gesehen werden kann, hat sie auch eine wichtige dunkle Seite.

Neben der Verwendung als Schmerzmittel begannen die Ärzte es auch zur Behandlung von Opiumabhängigkeit zu verschreiben. Aber das machte natürlich alles nur noch schlimmer, den es stellte sich heraus, dass Morphin viel abhängiger machte als Opium selbst. Leider kam diese Erkenntnis zu spät. Eine grosse Anzahl an Opiumabhängigen wurde noch abhängiger. Im Jahr 1878 wurde Diacetylmorphin aus Morphin synthetisiert. Wir kennen diese Substanz unter dem Namen Heroin. Die Geschichte wiederholte sich, denn die Ärzte glaubten, dass sie die Morphinabhängigkeit mit diesem „Super-Morphin“ bekämpfen könnten, was zu noch schwerwiegenderen Abhängigkeitsproblemen führte.

Gesetzlicher Status

Im frühen 20. Jahrhundert war die Opiatabhängigkeit ein weltweites Problem. Deshalb wurde 1912 das Opiumgesetz (Opiumwet) in den Niederlanden in Kraft gesetzt, wodurch die Einnahme ausgenommen bei medizinischer Anwendung verboten wurde. Ab diesem Zeitpunkt konnten Heroin und Morphin nur mehr als Medikament verwendet werden.

Biochemie

Heroin Molekül

Im Prinzip wirkt Heroin wie Morphin. Heroin enthält jedoch zwei zusätzliche saure Gruppen, wodurch die Blut-Hirn-Schranke leichter überwunden wird. Wenn es im Gehirn ist, lösen sich die zwei sauren Gruppen ab und die Substanz wird zu Morphin. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist, dass Heroin schneller das Gehirn erreicht und dadurch auch stärker knallt.

Im Gehirn verbindet sich das Morphin mit den Opiatrezeptoren, gefolgt von einem sehr komplizierten biochemischen Prozess, der dazu führt, dass weniger Glutamat und Substanz P freigegeben wird. Diese Neurotransmitter führen zu einer betäubenden Wirkung, wodurch man weniger Schmerzen fühlt. [1]

Abgesehen davon hat Morphin die gleiche Wirkung wie Endorphine. Endorphine stimulieren den Körper, um Dopamin zu produzieren, was wiederum einen glückseligen Gemütszustand verursacht. Durch Morphin wird mehr Dopamin freigesetzt [2]. Da es sich stärker bindet als Endorphine, dauern die euphorischen Gefühle auch länger an. 

MorphinmolekülHauptsächlich führt die euphorische Wirkung zu den schmerzlindernden Eigenschaften der Medizin. Es wird angenommen, dass der Schmerz prinzipiell noch anwesend ist, aber sich der Konsument dank der euphorischen Wirkung weniger auf den Schmerz konzentriert, wodurch dieser erträglicher wird.

EINNAHME

In Krankenhäusern wird Morphin meistens als Infusion verabreicht, obwohl es auch in der Form von Tabletten verschrieben wird. Morphinpflaster werden auch verwendet, da die Haut Morphin nach und nach aufnimmt.

Als Rauschmittel wird Morphin oft verdampft. Das wird mit einer Pfeife oder einem Stück Aluminiumfolie gemacht, die von unten erhitzt wird. Durch ein kleines Rohr wird dann der Dampf inhaliert.

Erfahrung

Wenn es gespritzt wird wirkt Morphin sehr schnell und hat eine extrem berauschende Wirkung. Es hat sich herausgestellt, dass nicht jeder gleich auf Morphin reagiert. Das ist dadurch zu begründen, dass nicht jeder die gleichen Opiumrezeptoren besitzt. Geschlecht, medizinischer Zustand und Medikamente können die Wirkung von Morphin beeinflussen. Manchen Personen wird beispielsweise nach der Einnahme von „medizinischem“ Morphin übel und sie werden fast gar nicht berauscht. Andere haben keine Nebenwirkungen und können sich so vollständig dem glückseligen Zustand, den Morphin einleitet, hingeben.

Wenn man Leute zu ihren Erfahrungen mit medizinischem Morphin befragt, wird man vielleicht bemerken, dass diese voneinander abweichen. Manche sind entsetzt von der Erfahrung, andere lieben sie. Das wird eben durch den Unterschied der Opiumrezeptoren erklärt. Wenn die euphorische Wirkung auftritt, dann schwemmt ein überwältigendes Gefühl von Wohlbefinden alle Schmerzen, Angst, Wut und Traurigkeit weg. Ein unglaublich träumerisches Gefühl nimmt Überhand, in dem man sich vollkommen gehen lässt.

Abhängigkeit

Personen, die diese positive Wirkung verspüren, sind natürlich einem höheren Risiko ausgesetzt, abhängig zu werden. Diese Abhängigkeit ist sowohl körperlich als auch geistig. Schimpansen, die diese Substanz täglich verabreicht bekamen, zeigten eine hohe Abhängigkeit und bevorzugten letztendlich Morphin gegenüber Essen. Das zeigt, wie sehr diese gefährliche Droge abhängig macht. [4]

Während ein Morphin-Konsument anfänglich eine Euphorie bei der Einnahme der Droge verspürt, verwandelt sich dieses Gefühl bei längerer Einnahme in ein schweres Gefühl der Betäubung. Jemand der morphinabhängig ist, hat oft nur wenige soziale Kontakte und wählt die Personen, mit denen er Zeit verbringt hauptsächlich nach ihrem Nutzen aus.

Körperliche Abhängigkeit tritt ein, da Morphin die Opiatrezeptoren stark stimuliert. Um das auszugleichen, baut der Körper Opiatrezeptoren ab. Dieser Prozess wird „Herunterregulierung“ genannt [5]. Herunterregulierung erklärt ausserdem, warum eine abhängige Person immer höhere Dosen für die gleiche Wirkung braucht. Wenn man von Morphin abhängig ist besitzt man weniger Opiatrezeptoren als eine nicht abhängige Person. Das Aufhören führt dazu, dass gewisse biochemische Prozessen weniger ausreichend funktionieren, wodurch einem sehr übel wird. Dadurch entstehen die berühmten Entzugserscheinungen. Glücklicherweise erzeugt der Körper schnell wieder neue Opiatrezeptoren. Nach drei Tagen sind die körperlichen Entzugserscheinungen vorbei. 

Schwarzmarkt

In Europa ist der illegale Vertrieb von pharmazeutischen Opiaten kein grosses Problem. Das ist in Amerika jedoch ganz anders, wo Opiatmissbrauch genauso viele Todesopfer verursacht, wie Waffen und Verkehrsunfälle. Es sterben mehr Leute an einer Überdosis an Schmerzmitteln als an Heroin.

In Amerika verschreiben Ärzte Schmerzmittel sehr einfach, was zum Problem beiträgt. Das wird durch die Arzneimittelindustrie gefördert. Im Jahr 2007 wurde die Firma Purdue Pharmaceuticals verurteilt, die Risiken von Opiaten herunterzuspielen und Ärzte vorsätzlich in die Irre zu führen. Ausserdem war es der Firma bewusst, dass der Grossteil ihrer Produkte durch Drogendealer und korrupte Ärzte auf dem Schwarzmarkt landete. Die Firma musste eine Strafe von 635 Millionen Dollar zahlen. Das klingt vielleicht nach einer grossen Summer, aber wenn man bedenkt, dass die Firma 31 Milliarden Dollar Profit mit dem Verkauf dieser Drogen erzielt hatte, ist das eine Kleinigkeit. Deshalb hatte die Strafe auch fast keine Wirkung.

Medizinisches Morphin

Medizinisches Morphin

Morphin ist definitiv das wirkungsvollste Schmerzmittel, das in Krankenhäusern verwendet wird. In der Vergangenheit wurde Morphin bei Krankheiten verwendet, die viel Husten verursachen, da dieser von Morphin unterdrückt wird. Heutzutage wird Codein dafür verwendet. Diese Substanz wird aus Opium extrahiert, es ist also auch möglich es aus Morphin zu extrahieren. Die berauschende Wirkung ist schwächer, während die hustenunterdrückende Wirkung viel stärker ist. Die Leber wandelt Codein in Morphin um. Deshalb erzeugt Codein einen leicht berauschten Bewusstseinszustand. Nicht jede Person kann Codein gleichermassen in Morphin umwandeln, deshalb ist die berauschende Wirkung vollständig von der Person abhängig. Codein kann jedenfalls sehr abhängig machen.

Risiken und Nebenwirkungen von Morphin

Obwohl wir sicher nicht ohne medizinisches Morphin auskommen wollen würden, ist dessen Verwendung definitiv gefährlich. Hier eine Übersicht der hauptsächlich vorkommenden Risiken und Nebenwirkungen.



      • Es hat sich gezeigt, dass bei Personen, denen medizinische Opiate verschrieben werden, das Risiko höher ist, diese auch als Rauschmittel einzunehmen. Medizinische Konsumenten sind mit den Wirkungen vertraut, wodurch es einfacher wird, den nächsten Schritt in Richtung Opiatmissbrauch zu setzen. Es ist eine gute Sache, dass die europäischen Ärzte es weniger verschreiben als die amerikanischen. Der Grad zwischen medizinischer Einnahme und Missbrauch ist sehr schmal. 





      • Man kann eine Toleranz aufbauen. In manchen Fällen muss der Konsument bei der medizinischen Einnahme die Dosierung stufenweise abbauen. Konsumenten, die es als Rauschmittel einnehmen und abhängig werden, müssen ihre Gewohnheit durchbrechen, was zu Entzugserscheinungen führen kann. 





      • Jede Person reagiert unterschiedlich auf Morphin, wodurch es schwer ist die richtige Dosierung zu finden. Das kann zu einer Überdosis führen. Morphin verlangsamt die Atmung. Bei einer Überdosis kann man am Aussetzen der Atmung sterben. 





      • Ausgiebiger Mophinkonsum kann zu Verstopfung führen. Deshalb wird es oft in Kombination mit Abführmitteln verschrieben.





      • Aufgrund der überwältigenden berauschenden Wirkung haben Morphin-Konsumenten oft kein Interesse an Sex. Das kann zu Beziehungsproblemen führen. 





      • Ausserdem kann es Muskelkrämpfe verursachen, wodurch man Probleme beim Urinieren und letztendlich Gallensteine bekommen kann.





      • Schliesslich kann es auch Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Wenn der Konsument dann bewusstlos wird, kann er an seinem Erbrochenen ersticken.



Morphin als Beruhigungsmittel

Morphin kann auch verwendet werden, um einen Patienten zu beruhigend, der dann ohne Schmerzen an natürlichen Umständen sterben kann. Dieser Vorgang, der Sedierung genannt wird, wird oft bei unheilbar kranken Krebspatienten angewandt. Morphin bei der Sterbehilfe einzusetzen ist sehr ungewöhnlich, obwohl das oft vermutet wird.

Fazit

Die medizinische Einnahme und jene als Rauschmittel sind in Wirklichkeit eng miteinander verbunden. In beiden Fällen wird die Droge verwendet, um der schmerzhaften Realität zu entfliehen. Glücklicherweise ist Opiatmissbrauch in den Niederlanden kein sehr grosses Problem. Das ist erfreulich, denn Morphin kann in den richtigen Umständen, grosse Vorteile haben. Morphin hat viel Leiden verringert aber auch viel Leiden verursacht, das es zu enormen Abhängigkeitsproblemen geführt hat. Morphin kann also als Segen und Fluch betrachtet werden.

Quellen



      • 1. T.R. Kosten, T.P. George (Juli 2002). "The neurobiology of opioid dependence: implications for treatment". Science & Practice Perspectives. 1 (1): 13–20.





      • 2. Dopaminergic neurons: Effect of acute and chronic morphine administration on single cell activity and transmitter metabolism, Journal of Neural Transmission, Juni 1978, Band 42, Ausgabe 2, S. 99–116





      • 3. Opioid Metabolism, Howard S. Smith, Mayo Clin Proc. Juli 2009; 84(7): 613–624.





      • 4. Morphine addiction in chimpanzees, 1940, Comparative Psychology Monographs, 15, 7, 132





      • 5. Prefrontal cortex AMPA receptor plasticity is crucial for cue-induced relapse to heroin-seeking Michel C. Van den Oever, Natalia A. Goriounova, Ka Wan Li, Roel C. Van der Schors, Rob Binnekade, Anton N. M. Schoffelmeer, Huibert D. Mansvelder, August B. Smit, Sabine Spijker & Taco J. De Vries





Kommentare

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