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Kolanuss - Enzyklopädie

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Kolanuss

3 Kommentare

Kolanuss ist im Webshop in Form von Pulver und ganzen Nüssen erhältlich.

Was ist Kolanuss?

Kolanuss ist der Samenkern eines grossen afrikanischen Baumes, der auf der ganzen Welt kommerziell angebaut wird, vor allem aber in Nigeria, Sri Lanka, Indonesien, Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern. Die Nuss ist bei den Einwohnern dieser Länder sehr beliebt als stimulierendes Mittel, da es Koffein enthält. Die Nüsse werden als ganzes gegessen oder in Form von Pulver mit einer Flüssigkeit oder einem Getränk vermischt. Kolanuss ist ausserdem immer noch eine Zutat von Coca Cola.

Geschichte

Kolanuss wurde in verschiedensten Volksmedizinen als Aphrodisiakum und Appetithemmer, gegen Morgenübelkeit, Migräne und Verdauungsstörungen verwendet. Es wurde auch direkt auf der Haut angewandt, um Wunden und Entzündungen zu behandeln. Auch die bitteren Zweige des Baumes wurden verwendet, um Zähne und Zahnfleisch zu reinigen. Vor Jahrhunderten tauschten die Araber Goldstaub für Kolanuss, bevor sie lange Reisen durch die Sahara begannen. Seit jeher spielt die Kolanuss eine spezielle Rolle in vielen afrikanischen Gesellschaften und tut dies auch heute noch. Sie fungiert als Mitgift und symbolisiert Gastfreundlichkeit. Einem Besucher werden Kolanüsse angeboten, um ihn zu empfangen.

Auch heute noch werden die Samen weit verbreitet unter den Eingeborenen des tropischen West- und Zentralafrikas als Gewürzmittel verwendet. Das gleiche gilt für die schwarzen Einwohner der Westindischen Inseln und Brasiliens, welche die Bäume in diese Länder gebracht hatten. Cola acuminata, oder Gurrunüsse, werden gleich angewandt wie Kolanüsse, sie stammen von einem Baum, der in Kamerun und im Kongo wächst, und werden nicht so mannigfaltig, jedoch oft als koffeinhaltiges, stimulierendes Mittel verwendet.

Botanik

Cola nitida ist ein Teil der Sterculiaceae; Tribus Sterculiae, Subtribus Sterculiinae. Es ist ein immergrüner Baum mit glänzend grünen Blättern, violett gestreiften Blüten und sternförmigen Früchten. Der Baum wird bis zu 25 Meter hoch und pflanzt sich durch Samen fort. Cola nitida und Cola acuminata können einfach mit anderen Cola Sorten (wie Cola vera, die geeignetste Sorte für medizinische Zwecke) verwechselt werden.

In Westafrika kommen diese Bäume hauptsächlich in meeresnahen Gegenden vor und stellen einen wichtigen Handel für die Einwohner im Inneren des Landes dar. Ein kleines Stück wird vor jeder Mahlzeit gekaut, um den Appetit anzuregen; es soll ausserdem den Geschmack von allem verbessern, das nachher eingenommen wird, und sogar faules Wasser geniessbar machen; das Pulver wird bei Schnittwunden angewendet.

Chemie

Die wichtigsten Bestandteile sind Koffein, Theobromin, Tannine und Phenolharze, die D-Catechin, L-Epicatechin, Kolatin, und Kolanin enthalten. Es enthält ausserdem Phlobaphene, den anthocyanen Farbstoff Kola Red, Betain, Protein und Stärke.

Wirkung

In Afrika und den amerikanischen Tropen werden die Nüsse gekaut, um Hunger und Müdigkeit zu bremsen. Kolanüsse haben anfangs einen bitteren Geschmack, der dann süss wird und auch andere Nahrungsmittel und Getränke sofort versüsst. Die Eigenschaften von Kola sind die gleichen von bei Koffein, lediglich modifiziert durch die vorkommenden Adstringenten. Frische Kolanüsse haben abgesehen von ihrem Koffeingehalt auch eine stimulierende Wirkung, jedoch ist diese in der Form, in der sie auf dem europäischen Markt erhältlich sind, nicht von anderen koffeinhaltigen Mitteln und Kola Red zu unterscheiden.

Medizinische Anwendung

Cola hat eine deutliche stimulierende Wirkung auf das menschliche Bewusstsein. Unmittelbar kann es bei Nervenschwäche und Schwächezuständen angewandt werden. Zusätzlich kann es als Spezifikum für Spannungsdurchfall verwendet werden. Es kann bei Depressionszuständen helfen und bei manchen Menschen auch euphorische Zustände einleiten. Aufgrund seines Koffeingehalts kann es auch Migräne lindern. Die Phenolharze und das Anthocyan können ausserdem antioxidante Wirkungen geben.

Die historische Anwendung der Kolanuss beinhaltet erhöhte Kapazität für körperliche Verausgabung und das Überstehen von Müdigkeit ohne Nahrungsmittel; Stimulation eines schwachen Herzens, und Behandlung von Nervenschwäche, Schwäche, Emotionslosigkeit, Spannungsdurchfall, Depression, Niedergeschlagenheit, Angstgefühl und Seekrankheit.

Arten

Neben den Nüssen, ganz oder in Pulverform, sind Kolanüsse auch als Extrakt oder Duftöl erhältlich.

Anwendung

Wenn nicht anders verschrieben, beträgt die empfohlene Dosis des getrockneten Pulvers 1-3 Gramm, zwei bis drei Mal täglich. Man kann auch eine Abkochung zubereiten: Bring 1 - 2 Teelöffel des Pulvers mit einem Glas Wasser zum Kochen und lasse es 10 bis 15 Minuten leicht köcheln. Dieses Gebräu kann dann bei Bedarf getrunken werden.

Warnung

Cola sollte nicht von Menschen mit Magengeschwüren eingenommen werden, aufgrund des Koffein- und Tanningehalts. 5,6 Tannine, die in vielen Pflanzen vorkommen, sind Substanzen, die den Magen irritieren können. Obwohl es zu manchen Nebenwirkungen kommen kann, wie bei Kaffee, wird Kolanuss als sicher betrachtet.

Gegenindikationen

Mögliche Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Überreizbarkeit, nervöse Unruhe und Magenreizung können vorkommen.

Kombinationen

Colanuss kann die Wirkung von psychoanaleptischen Drogen und koffeinhaltigen Getränken verstärken. Für medizinische Zwecke kann es gut mit Hafer, Damiana und Sumpf-Helmkraut kombiniert werden.

Aufbewahrung

An einem kühlen und dunklen Ort kann Kolanuss sehr lange aufbewahrt werden.

Links / Quellen

Dieser Artikel basiert auf den folgenden Seiten:

Herbalgram.org über Kolanuss

Viable herbal über Colanuss

Botanical über Colanuss

Africa Speaks

Holistic online über Kolanuss

About.com: Kräuter-Aufputschmittel - Missbrauch (Foto von Wikipedia)



Kommentare

  • rwpm 13-11-2012 00:48:55

    Has anyone heard of kola being used in a medical vaporizor, for lung problems?

  • Rao 03-12-2016 23:46:29

    No thats bitter kola
    Thats a difernt nut

  • MaDn 02-03-2017 11:40:13

    It is also known to yellow teeth over time when chewed often


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