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DMT - Enzyklopädie

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DMT

6 Kommentare

Was ist DMT?

DMT ist ein weisser, stark riechender, kristalliner Stoff mit einem Schmelzpunkt von 49-50 Grad Celsius, Hydrochlorid hygroskopisches Salz, Picrat Schmelzpunkt 171-172 Grad Celsius und Methiodid mit einem Schmelzpunkt von 215-216 Grad Celsius. Es ist nicht löslich in Wasser, aber löslich in organischen Lösungsmitteln und wässrigen Säuren.

DMT ist der Hauptbestandteil der Rinde des Virola calophylla, kommt aber auch in anderen Pflanzen vor:

  1. in den Samen der Anadenanthera peregina.
  2. in der inneren Rinde des Mimosa hostilis Busches, die im östlichen Brasilien verwendet wird, um ein Getränk namens Ajuca oder Jurema herzustellen.
  3. in den Blättern der Banisteriopsis rusbyana, die zu Harmalin-Getränken hinzugefügt werden, das aus anderen Pflanzen der Banisteriopsis Familie stammt, um Oco-Yage herzustellen.
  4. in den Blättern der Psychotria viridis, die auch eine Zutat der Banisteriopsis Getränke ist.

DMT muss mit einem Monoaminoxydase (MAO) Hemmer kombiniert werden, um oral wirksam zu werden und Halluzinationen zu verursachen. Das ist der Fall bei dem schamanischen Trank Ayahuasca. Auf unserer Ayahuasca Seite findest Du mehr Informationen.

Geschichte

DMT wurde erstmals im Jahr 1931 synthetisiert und 1956 als Halluzinogen vorgestellt. Es wurde bewiesen, dass es in vielen Pflanzengattungen (Acacia, Anadenanthera, Mimosa, Piptadenia, Virola) vorkommt und stellt die Hauptzutat von mehreren halluzinogenen Schnupfmischungen (Cohoba, Parica, Yopo), Samen und Getränken dar.

Chemische Eigenschaften

DMT Formel

Name: N,N-Dimethyltryptamin
Chemische Bezeichnung: N,N-Dimethyl-1H-Indol-3-Ethanamin
Alternative chemische Bezeichnungen: 3-[2-(Dimethylamino)Ethyl]Indol, DMT
Chemische Formel: C12H16N2

DMT ist ein Derivat von Tryptamin, das gebildet wird indem man die Methylgruppen mit zwei Hydrogenatomen ersetzt, die an das nicht-aromatischen Nitrogenatom im Tryptaminmolekül gebunden werden.

Sowohl die Elternsubstanzen Tryptamin als auch das N-Methyltransferasesystem, das fähig ist es in DMT umzuwandeln, kommen im Menschen vor. Im Jahr 2013 wurde eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die die Anwesenheit von DMT in der Zirbeldrüse von Nagetieren beweist. Das kann als Bestätigung interpretiert werden für die zuvor aufgestellte Hypothese (von Rick Strassman in „The Spirit Molecule“ und anderen), dass die Zirbeldrüse auch der Ort ist, an dem DMT im menschlichen Körper gebildet wird.

Spuren von DMT wurden ausserdem im Blut und Urin von normalen und schizophrenen Patienten gefunden, jedoch ist die genaue Herkunft und Funktion unbekannt.

Wirkung

Diese ist ähnlich der von LSD, jedoch intensiver. Da es nicht oft oral eingenommen wird, kann die Wirkung sehr schlagartig eintreten und sich dann überwältigend anfühlen. Der Begriff „mind-blowing“ passt sehr gut zu dieser Droge. Gedanken und Visionen strömen schnell aus dem Gehirn; ein Gefühl des Verlassens oder Überwindens von Zeit und das Gefühl, dass Objekte ihre Form verlieren und sich in ein Spiel der Vibrationen auflösen, sind sehr charakteristisch. Die Wirkung kann sich wie eine unmittelbare Reise in ein anderes Universum anfühlen.

Eine unübliche Eigenschaft des eingeleiteten Rauschzustandes ist die Geschwindigkeit des Eintretens und die kurze Dauer der Wirkung. Innerhalb von fünf Minuten nach der Einnahme treten Mydriasis [Pupillenerweiterung], Tachykardie [Herzrasen], eine fühlbare Erhöhung des Blutdrucks und andere ähnliche vegetative Beschwerden auf, die normalerweise während der ganzen Drogenerfahrung erhalten bleiben.

Nach 10-15 Minuten breitet sich der gesamte Rauschzustand aus, der normalerweise von Halluzinationen mit geöffneten oder geschlossenen Augen und einer starken Veränderung im Sichtfeld gekennzeichnet wird.

Schwierigkeiten seine Gedanken auszudrücken und das Konzentrieren auf ein Thema treten auf. Normalerweise gibt es eine Stimmungsschwankung ins Euphorische mit unmotiviertem Lachen, jedoch gibt es auch Berichte von paranoider Ideenfindung, die Angstzustände fördert und Gefühle von düsteren Vorahnungen in Panikzustände verwandelt.

Nach 60 Minuten treten grösstenteils keine Symptome mehr auf, obwohl manche Nachwirkungen auch noch in der zweiten Stunde spürbar sein.

Durch die Einnahme durch die Atemwege wird das Eintreten der Wirkung auf 10 Sekunden verkürzt, gefolgt von einem kurzen Zeitraum vollkommener Berauschung nach 2-3 Minuten und dem Verschwinden von allen Restwirkungen innerhalb von 10 Minuten.

Bei höheren Dosierungen verstärken sich die vegetativen Symptome und überwältigen die psychedelische Erfahrung, ab einer Dosis von 150 mg.

Anwendung

DMT ist oral eingenommen nicht wirksam; es muss geraucht oder injiziert werden. Bei intramuskulärer Injektion gibt es bei einer Menge von 30 mg eine abrupte Schwelle und ab der Einnahme von 50-70mg (75mg subkutan, 30mg einatmen) eine vollständige psychedelische Erfahrung.

Wiederholte Einnahme scheint weder zu einer körperlichen noch psychischen Abhängigkeit zu führen.

Wenn Du DMT einnimmst, gehe sicher, dass Du dich in einer angenehmen, vertrauten Umgebung befindest, am besten einem beleuchteten Raum, in dem Du dich hinsetzten oder –legen kannst. Wenn Du DMT stehend einnimmst, wird es dich fast sicher auf deinen Allerwertesten werfen, sobald die Wirkung eintritt.

Empfohlen wird eine Dosis zwischen 40 und 50 mg. Diese sollte sorgsam abgewogen werden. Dosierungen unter 25 mg führen ausschliesslich zu körperlichen und psychedelischen Schwellenwirkungen. Dosierungen zwischen 25 mg und 40 mg sind normalerweise nicht ausreichend, um die ganze Brandbreite der oben beschriebenen einzigartigen DMT-Wirkung auszulösen.

Dosierungen über 55 mg, vor allem wenn man es schafft den ganzen Dampf in seinen Lungen zu halten, können SEHR heftig sein und sind bei erstmaliger Einnahme nicht empfohlen.

Die bekannteste Art, DMT zu inhalieren ist die folgende:
Besorge dir eine „Freebase“ Pfeife. Verwende den grösstmöglichen Trichterbehälter und das grösste Feinmaschensieb, das Du finden kannst. Verstreue das DMT gleichmässig auf dem Maschensieb. Versichere dich, dass sich am Aussenrand des Siebs kein DMT befindet, damit es nicht schmelzen und abtropfen kann.

Halte ein Streichholz oder Feuerzeug über das Sieb und atme langsam und tief ein. Die Flamme sollte das DMT nicht berühren, da sonst ein Grossteil der Substanz zerstört wird. DMT schmilzt und verdampft sehr einfach, deshalb ist wichtig, dass die heisse Luft an der Flamme vorbei in die Pfeife kommt. Es ist relativ leicht DMT zu verdampfen und weissen DMT-Dampf zu produzieren.

Versuche nach jedem Zug die Luft so lange wie möglich anzuhalten. Atme aus und nimm sofort einen neuen Zug. Die körperliche Wirkung, eine Vibration in deinem ganzen Körper, tritt zuerst auf.

Die Intensität dieser Wirkung ist nicht wirklich ein vertrauenswürdiger Indikator für die Dosis, die Du eingenommen hast. Nimm weitere Lungenzüge und halte diese lange, bis die gesamte zuvor abgemessene Dosis DMT konsumiert wurde.

Changa

DMT kann als Teil einer Mischung mit anderen Kräutern geraucht werden, von denen zumindest eines einen MAO-Hemmer enthält. Eine solche Mischung wird „Changa“ genannt. Durch den MAO-Hemmer wird das Eintreten der Wirkung etwas stufenartiger und die ganze Erfahrung etwas länger. Ausserdem können verschiedene Kräuter zugefügt werden, um das Aroma zu verbessern.

Warnung

DMT ist keine Partydroge: die Wirkung kann am besten an einem stillen Ort erfahren werden.

Versichere dich, dass ein oder mehr Freunde anwesend sind, um auf dich aufzupassen und dir die Pfeife abzunehmen (falls das die gewählte Methode zur Einnahme ist). Denn Du wirst schneller als gedacht in einen Trancezustand verfallen, von dort an werden deine motorische Fähigkeiten eingeschränkt und deine Augen geschlossen sein.

Stehe nicht auf. Hantiere keine Maschinen und nimm nicht am Strassenverkehr teil. Personen, die sich in ihrem täglichen Leben inmitten eines emotionalen oder psychologischen Umbruchs befinden, sollten vorsichtig sein mit der Einnahme von Psychedelika, wie N,N-DMT, da diese noch schwerwiegendere Probleme auslösen können.

Personen, in deren Familienanamnese Schizophrenie oder ein früher Ansatz von Geisteskrankheit vorkommt, sollten ausgesprochen vorsichtig sein, denn Psychedelika sind bekannt dafür latente psychologische und geistige Probleme auszulösen.

Synthetisches DMT wurde ausführlich von den Gesundheitsbehörden in Europa und Amerika getestet. Es ist absolut sicher und hat keine bleibende Wirkung bei diesen Dosierungen. Trotzdem ist es nicht gut für Menschen, die einen erhöhten Blutdruck haben, da das Rauchen von DMT zu einer abrupten Erhöhung des Blutdrucks führt.

Die Wirkung von DMT wird extrem verstärkt, wenn Du MAO-Hemmer einnimmst. Diese kommen in manchen Medikamenten und Lebensmitteln vor. Auf unserer Seite über MAO-Hemmer kannst Du mehr Informationen dazu finden. Sei bitte vorsichtig damit! MAO-Hemmer können auch absichtlich hinzugefügt werden, wie im Falle von Ayahuasca und Changa.

Ersatzstoffe

Die Kürze der Erfahrung macht die Intensität ertragbar und für manche wünschenswert. Zumindest zwei synthetische Drogen in denen die Methylgruppe von DMT mit einem höheren Radikal ersetzt wurden, sind psychedelisch.

Die Droge DET wirkt bei der gleichen Dosis wie DMT und ihre Wirkung ist etwas länger, ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden. DPT wirkt noch länger und hat weniger vegetative Nebenwirkungen.

Kombinationen

Mit Ausnahme von Changa, einer Pflanzenmischung, die DMT enthält, empfehlen wir es nicht DMT mit anderen Drogen zu kombinieren. Man sollte es mit einem klaren Kopf einnehmen. Marihuana verschleiert die Wirkung.

Links / Quellen

Dieser Artikel basiert auf den folgenden Seiten:

A1b2c3 über DMT

Erowids DMT Vault

Wikipedia über DMT

Ayahuasca-info.com



Kommentare

  • Jay 23-02-2010 01:31:12

    Correction:

    DMT can be found in: "the seeds of the vine Mimosa hostilis..."

    Perhaps this is true, although the root bark (esp. Inner root bark) of this vine is typically used due to it's very high concentrations of alkaloid. Seeds may have it (doubtful), but they aren't typically used.

  • Atomico 25-08-2010 12:52:49

    When using DMT for example as a snuff preparation from Anandenanthere colubrina(Cebil/Vilca/Huilca), you don't have to use an MAO-Blocker, because of the nasal use, the active components can find their way directly into the brain. But i am not sure if DMT is the main alcaloid of this seeds, i have found different sources, some say it's the same like in A.colubrina(Yopo), other say that Bufotenine is the main alcaloid, and other say that Bufotenine is nearly the same than DMT or a variation of it ... ?!

  • tzaa 25-08-2010 13:01:26

    @Atomico When insufflating a substance, it does NOT directly go into your brain. It is absorbed and enters your brain through the bloodstream.

  • chaos23 01-05-2012 08:38:30

    Just to let you know, the chemical formula image above is actually 5-MeO-DMT, as evidenced by the methoxy radical in the number 5 position relative to the nitrogen of the indole system. N,N-DMT lacks that functional group.

  • SillyCone 23-07-2014 19:19:16

    Dosages are a bit off for vaporizing...
    If vaporized correctly, 20 to 25mg are enough to have a full breakthrough experience.
    With 50mg (even 35-40mg), it's indeed overwhelming, and I can't remember anything that happened.
    The most important is learning proper vaporizing techniques and getting a Sherlock Glass VaporGenie (sold here in the shop)...

  • Jon schmitt 28-11-2016 12:04:41

    How much tax would I pay to ship items to the U.S.


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