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MDMA (XTC) - Enzyklopädie

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MDMA (XTC)

1 Kommentare

Was ist MDMA?

MDMA oder „Ecstasy“ ist ein „psychedelisches Amphetamin“, das in den letzten 30 Jahren sehr beliebt wurde, aufgrund seiner Fähigkeit starke Gefühle von Behaglichkeit, Empathie und Verbindung mit anderen zu stimulieren. Es kommt am häufigsten in Pillenform vor, obwohl es gelegentlich auch als Kapsel oder Pulver verkauft wird. Es wird normalerweise oral, manchmal aber auch nasal eingenommen. Der Konsum von MDMA ist stark mit der Underground-Rave (und Dance-Club) Szene auf der ganze Welt verbunden, wird aber auch unter Therapeuten als Ergänzung zur Psychotherapie angewandt.

Geschichte

MDMA wurde 1912 erstmals synthetisiert. Es wurde 1914 in Deutschland von der Firma Merck patentiert. Damals war es nicht Teil von Menschenversuchen. Merck stolperte über MDMA, als sie versuchten Hydrastinin zu synthetisieren, ein gefässverengendes und blutstillendes Mittel. MDMA war ein ungeplantes Nebenprodukt dieser Synthese. Wie üblich wurde der Prozess seiner Synthese patentiert.

In den 1950er Jahren wurde MDMA kurzfristig von der US-Regierung als Teil der Forschung von chemischer Kriegsführung durch CIA und Army untersucht. 1953/54 wurde eine Forschung zu MDA, MDMA und anderen Substanzen als Wahrheitsserum bewilligt. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden erst 1973 eröffnet. Von der ersten bekannten Anwendung als Freizeitdroge wurde in den 1960ern berichtet.

Mitte der 1970er wurde es von der psychedelischen Therapie entdeckt und als Ergänzung zur Psychotherapie von Psychiatern und Therapeuten verwendet, die mit dem Gebiet der psychedelischen Psychotherapie vertraut waren. In den frühen 1980er Jahren begann seine Anwendung als nicht medizinische Droge unter dem Namen Ecstasy. Seine steigende Beliebtheit führte zum Verbot von MDMA in den USA im Jahr 1985 (und in den meisten anderen Ländern in den Jahren darauf), was der steigenden Beliebtheit jedoch keinen Abbruch tat.

Chemie

3,4-Methylenedioxy-N-Methamphetamin (MDMA) ist eine synthetische chemische Substanz, die aus einem ätherischen Öl des Sassafras-Baumes (Safrol) abgeleitet werden kann. Safrol, Isosafrol, MDP-2-P, Piperonal und beta-Nitroisosafrol sind die am öftesten gefundenen Vorgängerstoffe von MDMA.

Positive Wirkung

Diese macht sich im allgemeinen Gefühl bemerkbar, dass alles ok und gut mit der Welt ist. Menschen auf MDMA beschreiben es oft als sich im Reinen fühlen oder das Erfahren eines allgemein glücklichen Gefühls. Ausserdem können alltägliche Dinge unüblich schön oder interessant wirken.

Entaktogenese ist ein Gefühl von emotionaler Verbundenheit mit anderen (und sich selbst), gepaart mit einem Abbruch von persönlichen Kommunikationsbarrieren. Menschen auf MDMA beschreiben, dass es viel einfacher ist mit anderen zu kommunizieren und, dass Blockaden, die man vielleicht hat, um sich zu öffnen, reduziert oder ganz eliminiert werden. Aufgrund dieser Wirkung ist MDMA teilweise als „Umarmungsdroge“ bekannt – die erhöhte emotionale Verbundenheit macht persönliche Kontakte sehr einträglich.

MDMA kann die Sinne signifikant verstärken (manchmal auch verdrehen) - Tasten, Propriozeption, Sicht, Geschmack, Geruch. Menschen auf MDMA können manchmal dabei beobachtet werden, wie sie wiederholt mit ihren Händen über verschiedene raue Objekte streichen oder unterschiedliche Getränke/Speisen kosten und riechen. Diese Wirkung trägt auch zur „Umarmungsdroge“-Wirkung bei, aufgrund des neuartigen Gefühls mit seinen Händen über die Haut zu streichen oder das Gefühl der Haut eines anderen in seiner Hand.

Darüberhinaus werden MDMA folgende Wirkungen zugeschrieben: Erhöhung der Energie (Stimulation), Versöhnlichkeit, erhöhte Aufmerksamkeit & Wertschätzung von Musik, Auflösung neurotisch verursachter Angst.

Negative Wirkung

Die körperliche Wirkung einer durchschnittlichen Dosis MDMA ist subtil und variabel: manche Konsumenten berichten von einem trockenen Mund, Kiefer-Verkrampfung, Zähneknirschen, Nystagmus, Schwitzen oder Übelkeit. Andere berichten von tiefgründiger körperlicher Entspannung. Bei höheren Dosen (Überdosis) ähnelt die Wirkung von MDMA der von Amphetaminen: schneller oder klopfender Herzschlag, Schwitzen, Schwindelgefühl, Unruhe, etc.

Viele Konsumenten berichten von dem Gefühl am Tag nach der Einnahme extrem ausgetrocknet zu sein. Diese „Kater-Wirkung“ bedeutet für viele MDMA-Konsumenten, dass sie zwei Tage für ihre Erfahrung einplanen müssen: einen für den Höhepunkt und einen Tag zum Erholen ohne Verpflichtungen. Viele Menschen die MDMA einnehmen erfahren eine nachwirkende Depression, die oft am zweiten Tag nach der Erfahrung auftritt und bis zu fünf Tage lang andauern kann. Ein kleiner Prozentsatz berichtet von depressiven Symptomen in den darauffolgenden Wochen. Andere Konsumenten fühlen sich ungefähr eine Woche nach der Einnahme besser als gewöhnlich. Die negativen Nachwirkungen von MDMA scheinen sich bei regelmässiger Einnahme, höherer Dosierung und im Verhältnis zur allgemeinen Einnahme zu verstärken.

Weiters wurden gelegentliche Herzstörungen, Hyperthermie (Überhitzung), Hepatotoxizität und Psychosen aufgezeichnet.

Die Herzstörungen traten allesamt bei Menschen mit bereits bestehenden, manchmal allerdings unbekannten Herzstörungen auf.

Hyperthermie, mit allen ihren möglicherweise tödlichen Komplikationen, ist seit langer Zeit als seltene Folge einer Amphetamin-Überdosis bekannt und hängt wahrscheinlich mit einer individuellen Überempfindlichkeit zusammen.

Hepatotoxizität ist in Bezug auf Amphetamin-artige Substanzen ein eher neueres Phänomen, wohingegen Psychosen in Form von vorübergehenden Komplikationen weitläufig bekannt sind, vor allem bei Menschen die dafür prädisponiert sind.

Man muss jedoch erwähnen, dass diese Komplikationen, so dramatisch sie auch im einzelnen Fall sein können, verhältnismässig selten in Verbindung mit dem Konsum von XTC auftreten.

Medizinische Anwendung

Therapeuten, die sich für die Anwendung von MDMA einsetzen, meinen, dass in therapeutischen Sitzungen die Kommunikation verbessert und Ängste bzw. Abwehrmechanismen eliminiert werden. Anfangs versuchte die therapeutische Gemeinschaft die Existenz dieses Mittel geheim zu halten.

Trotz Protesten mancher Mitglieder der psychoanalytischen Gemeinschaft wurde MDMA 1985 in den USA als Schedule 1 (Class A) Droge eingestuft, was jedoch die steigende Popularität als Strassendroge nicht eindämmte.

Forscher glauben, dass MDMA Schmerzen und emotionales Leiden von Krebspatienten im letzten Stadium lindern und die Erholung von Soldaten, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, beschleunigen kann. „Zwischen 1977 und 1985 wurde ungefähr eine halbe Million Dosierungen zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen, Traumen in Zusammenhang mit Vergewaltigungen und sogar Schizophrenie verabreicht,“ berichtet Richard Doblin, ein Doktorand an der Harvard University, der der Multi Disciplinary Association for Psychedelic Research vorsteht. Er klagt an, dass die Politik der Wissenschaft im Weg stehe, da sie die anständige Finanzierung und die Anerkennung der MDMA-Forschung erstickt habe.

Er meint ausserdem, dass das erst jetzt gegebene grüne Licht der FDA zugunsten formaler Erforschung von MDMA, „es verabsäumt die erfolgreichen Ergebnisse aus der Vergangenheit anzuerkennen.“ Dadurch muss die Substanz jetzt „ausführlichen und teuren Tests unterzogen werden, um lediglich herauszufinden, was wir bereits wissen – nämlich, dass MDMA für die klinische Anwendung ungefährlich ist.“

Studien, um die grundlegende Sicherheit für den Menschen zu untersuchen, werden bereits an der University of California in Los Angeles durch den Psychiater Dr. Charles Grob durchgeführt. Auch die chemische Wirkung der Droge auf das Gehirn wird untersucht. Seit den frühen 90er Jahren konzentrieren sich die Studien auf die Fähigkeit von MDMA, Angstgefühle von Patienten im Endstadium zu mildern. Grob betont, dass es sich beim Ziel der Behandlung nicht um eine körperliche Heilung handelt. Es geht darum Depressions- und Angstgefühle zu vermindern, wenn sich der Patient dem Tode nähert.

MDMA ist nachgewiesener Weise auch hilfreich bei der Behandlung von Menschen, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Der Grossteil der Studien hierzu wird in der Schweiz, Spanien und Israel durchgeführt.

Unreinheiten

Da MDMA so beliebt ist und weil es vor allem auf Tanzfesten sehr gefragt ist, übersteigt die Nachfrage oft das Angebot. Dies eröffnet die Möglichkeiten für skrupellose Menschen, um wirklich alles unter dem Namen „Ecstasy“ zu verkaufen. Während „Ecstasy“ der am weitesten verbreitete Begriff für MDMA ist, bezieht sich die praktische Beschreibung von Ecstasy auf jede Pille auf dem Strassenmarkt, die MDMA enthält. Ecstasy Pillen sind berüchtigt unzuverlässig in Bezug auf ihren Inhalt, mehr als die meisten anderen Strassendrogen, und enthalten oft Koffein, Ephedrin, Amphetamine, MDA, MDE, DXM, oder – in seltenen Fällen auch – DOB, d.h. sie enthalten nicht zwangsläufig MDMA oder andere Psychoaktiva. Dieses Problem führte zur Entwicklung von einfachen MDMA Testkits, die dem Konsumenten dabei helfen können, eine allgemeine Ahnung zu haben, was sich in der Pille befindet. In manchen Ländern kann man seine Pillen auf Partys oder durch spezielle Stellen ohne Konsequenzen testen lassen.

Anwendung

Eine Dosis beträgt zwischen 1 und 2 mg MDMA pro Kilogramm Körpergewicht. Das bedeutet, dass jemand mit 60 Kilo, eine Dosis zwischen 60 und 120 mg MDMA braucht. Gute Pillen enthalten laut Erowid ungefähr 80-120 mg MDMA.

Eine grosser Anteil der Konsumenten meint, dass es bei MDMA, anders als bei anderen Psychedelika, wie LSD, einen Punkt der optimalen Dosierung gibt. Wenn dieser Punkt einmal gefunden wurde, sind höhere Dosierungen nicht wirklich erstrebenswert, da diese weder die gewünschte Wirkung verbessern noch die Dauer verlängern.

Die Wirkung dauert 4-6 Stunden an, abhängig von Menge, Stärke, Reinheit der Droge, deinem Körpergewicht und körperlicher bzw. psychischer Verfassung. MDMA verstärkt die Stimmung und produziert Gefühle von Empathie, Offenheit und Wohlbefinden. Es erzeugt keine Gewalt oder körperliche Abhängigkeit.

Kombinationen

LSD: Bekannt als „candyflipping“. MDMA vermindert ausserdem das Risiko eines Horrortrips auf LSD. Am beliebtesten sind kleine Mengen LSD und die ganze Erfahrung zu Hause geniessen.

Amphetamine (Speed): Um die ganze Nacht ausreichend Energie zu haben und die Erfahrung relativ kostengünstig zu verlängern. Kann einfach ein übermässig begeistertes, zu schnelles Gefühl mit weniger Kontrolle erzeugen.

Alkohol: Ertränkt die Wirkung von Ecstasy. Alkohol und Amphetamine strapazieren Leber und Nieren und verursachen Dehydration, wodurch diese Kombinationen die Gefahr zu Überhitzen erhöhen und somit schlechtere Nachwirkungen verursachen können.

2CB: Wird manchmal am Ende des Trips eingenommen. Wenn es vom MDMA übernimmt, ändert sich die Erfahrung subtil in eine eher intellektuelle Perspektive, von der aus manche Leute es einfacher finden erlangte Einsichten aufzunehmen. 2CB wird auch nachgesagt, dass es jene erotische Komponente bietet, die von MDMA normalerweise unterdrückt wird.

Warnung

Bei hoher Dosierung kann MDMA die Fähigkeit des Körpers seine Temperatur zu regulieren beeinflussen. Dies führt zu einem Anstieg der Körpertemperatur (Hyperthermie), wodurch das Leber-, Nieren- und Herz-Kreislauf-System aussetzen kann. Dies ist vor allem in einer heissen Umgebung möglicherweise tödlich, wenn energisch getanzt wird und zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird.

Da MDMA den Stoffwechsel (den körpereigenen Abbau) beeinflusst, kann bei wiederholter Einnahme in zu kurzen Abständen ein schädlicher Spiegel erreicht werden.

MDMA birgt die gleichen Risiken wie andere Aufputschmittel, wie Kokain oder Amphetamine. Darunter finden sich erhöhter Herzschlag und Blutdruck, eine spezielles Risiko für Menschen mit Kreislaufproblemen oder Herzbeschwerden und andere Symptome, wie Muskelverspannungen, ungewolltes Zähneknirschen, Übelkeit, vernebelte Sicht, Schwäche und Kälteschauer oder Schwitzen. Menschen mit bekannten Herz-Kreislauf- oder Herzproblemen sollten MDMA nicht einnehmen. Auch Menschen mit Lebereinschränkungen, Hepatitis A oder B müssen MDMA meiden. Eine einzelne Dosis kann tödlich sein.

Nimm Ecstasy nicht ein, wenn Du Antidepressiva einnimmst und kombiniere es nicht mit MAO-Hemmern.

Links / Weitere Informationen

Ecstasy.org

MDMA.net

E wie Ecstasy von Nicholas Saunders (Online Version)

A rough guide to ecstacy - Reproduced from The Book of E by Push and Mireille Silcott

MDMA Forschung rund um die Welt (MAPS)

MDMA Forschungsinformationen von MAPS

A1b2c3.com über Ecstasy

E de MDMA (Portugiesisch)

Dein Gehirn auf Ecstasy

Quellen

Dieser Artikel basiert auf den folgenden Seiten:

Erowids MDMA FAQ

Unity Drugs über XTC

Die MAPS Geschichte von Ecstasy - a1b2c3.com

Was die Beweise zeigen - a1b2c3.com

Psychology Today über MDMA (1994)

NIDA Infofacts: MDMA

Uit je bol - Kapitel 5: Ecstacy (Niederländisch)

Urban75 über XTC


Kommentare

  • zygo 09-08-2007 08:41:49

    I tried xtc the 1st time 16 mos ago. 8 occasions, last time over 6mos ago. I am older 40+ having lots of joint pain, stiffness body aches and don't recover from excersise now. Never felt this before. Is is possible bone loss from use causing artheritic symptoms???


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