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Kokain - Enzyklopädie

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Kokain

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Was ist Kokain?

Kokain ist ein natürliches Aufputschmittel für das zentrale Nervensystem, das aus der Coca-Pflanze extrahiert und veredelt wird, welche hauptsächlich in den Andenregionen in Südamerika vorkommt. Kokain ist üblicherweise ein weisses Pulver mit einem bitteren, betäubenden Geschmack. Es wird meistens nasal eingenommen (geschnupft), obwohl es auch gespritzt oder oral eingenommen werden kann.

Geschichte

Vor der Ankunft von Columbus war das Coca-Blatt offiziell für das Inka-Königtum reserviert. Die Ureinwohner nahmen Coca für mystische, religiöse, soziale und medizinische Zwecke ein. Coqueros nutzten seine stimulierenden Eigenschaften, um Hunger und Müdigkeit abzuwehren, die Ausdauer zu verbessern und ein gutartiges Wohlbefinden einzuleiten. Coca wurde zuerst von den Spaniern verboten.

Im Jahr 1551 verbot der Bischof von Cuzco die Einnahme von Coca bei Todesstrafe, denn es sei „ein Gesandter des Teufels“. Der bekannte orthodox-katholische Künstler des 16. Jahrhunderts Don Diego De Robles verkündete, dass „der Teufel die Coca-Pflanze für die komplette Auslöschung der Ureinwohner erschaffen hatte“. Aber die Eindringlinge fanden heraus, dass die Inka ohne „das Geschenk der Götter“ die Felder – oder Goldminen – fast nicht bearbeiteten konnten. Deshalb wurde es letztendlich sogar von der Katholischen Kirche gezüchtet. Coca-Blätter wurden drei- bis viermal pro Tag während kurzer Pausen an die Arbeiter verteilt.

Die zurückkehrenden spanischen Eroberer brachten Coca auf den europäischen Markt. Sogar Shakespeare scheint es geraucht – und inhaliert – zu haben. Die Coca-Pflanze ist leicht verderblich und übersteht nur schwer lange Reisen. Jedoch wurde Coca als „Lebenselixier“ beworben. Im Jahr 1814 wurde in einem Leitartikel des Gentleman’s Magazine darauf gedrängt, dass Forscher mit Versuchen beginnen, damit Coca als „Lebensmittelersatz“ verwendet werden könnte und der Mensch so monatelang ohne Essen auskommen würde.

Der Wirkstoff in der Coca-Pflanze wurde im Westen erstmals im Jahr 1855 vom deutschen Chemiker Friedrich Gaedcke isoliert; er nannte es „Erythroxylin". Albert Niemann beschrieb in seiner Doktorarbeit ein verbessertes Reinigungsverfahren und nannte es „Kokain“.

Sigmund Freud, ein früher Liebhaber, beschrieb Kokain als magische Substanz. Freud schrieb sogar ein Lied zu seiner Ehren und führte umfassende Selbstversuche durch. Für Sherlock Holmes war Kokain „so übersinnlich stimulierend und aufklärend für den Geist, dass seine Nebenwirkung nur von kurzer Dauer ist“. Robert Louis Stephenson schrieb „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ während eines sechstägigen Kokain-Exzesses. Der unerschrockene Polar-Abenteurer Ernest Shackleton erforschte die Antarktis angetrieben von Tabletten mit Marschierpulver.

Ärzte verabreichten Kokain als Gegenmittel bei Morphin-Abhängigkeit. Leider wurden einige Patienten daraufhin von beiden Substanzen abhängig.

Kokain wurde bald über den Ladentisch abgesetzt. Bis 1916 konnte man es bei Harrods kaufen, als Set mit dem Etikett „Ein Willkommensgeschenk für Freunde an der Front“, das Kokain, Morphin, Spritzen und Ersatznadeln enthielt. Kokain wurde weit verbreitet in Stärkungsmitteln, Substanzen gegen Zahnschmerzen und patentierten Medikamenten verwendet; in Coca-Zigaretten, die „garantiert Depressionen aufheben" und in Schokolade-Kokain-Tabletten. Ein sehr gut verkaufendes Produkt, Ryno's Hay Fever and Catarrh Remedy ("wenn die Nase rot, blockiert und wund ist“) enthielt 99,9 Prozent reines Kokain. Potenzielle Käufer wurden von der produzierenden Pharmafirma Parke-Davis darauf hingewiesen, dass „Kokain den Feigling tapfer, den Stillen eloquent und den Leidtragenden unsensibel für Schmerzen machen würde“.

Coca-Cola wurde 1886 als „wertvolles Gehirn-Stärkungsmittel und Heilmittel für alle nervlichen Beschwerden“ auf den Markt gebracht. Coca-Cola wurde als Mässigungsgetränk beworben, dass die „Vorteile von Coca ohne die Laster von Alkohol bietet“. Das neue Getränk war stärkend und beliebt. Bis 1903 beinhaltete eine normale Dosis ungefähr 60 mg Kokain. Auch heute enthält es ein Extrakt der Coca-Blätter. Die Coca-Cola Company importiert davon acht Tonnen jährlich aus Südamerika. Heutzutage werden die Blätter jedoch nur für das Aroma verwendet, da der Wirkstoff selbst entfernt wurde.

Der Freizeit-Genuss wurde in den USA im Jahr 1914 verboten.

Chemie

Der chemische Name von Kokain ist Benzoylmethylecgonin (C17H21NO4). Es ist eine bittere, weisse, geruchslose, kristalline Droge, die ein Gefühl von Heiterkeit einleitet, was hauptsächlich durch das Blockieren der Wiederaufnahme des Neurotransmitters Dopamin in das Mittelhirn passiert.

Positive Wirkung

Kokain ist ein starkes Aufputschmittel für das zentrale Nervensystem. In kleinen Mengen (bis zu 100 mg) eingenommen macht es den Konsumenten euphorisch, energetisch, gesprächig und geistig wachsam für Sinneseindrücke (Sicht, Berührung und Geräusche). Es kann ausserdem vorübergehend das Bedürfnis für Essen und Schlaf reduzieren. Manche Konsumenten finden, dass die Droge ihnen hilft, einfache körperliche und geistige Aufgaben schneller zu erledigen, während es bei anderen zum gegenteiligen Effekt führt.

Die Wirkung dauert von 20 Minuten bis zu mehreren Stunden an, abhängig von der eingenommenen Menge und deren Reinheit.

Negative Wirkung

– Kokain und Crack sind sehr kurz wirksam. Das kann dazu führen, dass man es zu oft oder zu viel davon einnimmt. Das Herunterkommen von Coke ist unangenehm. Nach einer einzigen Line fühlt man sich matt und rastlos und wenn man zu viel nimmt, kann das die Stimmung tagelang beeinflussen. Der Kater umfasst Müdigkeit, eine verstopfte oder wunde Nase, Kopfschmerzen, Gereiztheit, Depressionen, Lethargie und Unfähigkeit, sich zu konzentrieren. Eigentlich ein „Zombie-Zustand“. Wenn man es die ersten Male einnimmt sind diese Nachwirkungen oft nur minimal präsent. Bei weiterer Einnahme werden sie allerdings schlimmer.

– Bei regelmässiger Einnahme (zwei bis drei Mal pro Woche) baut sich eine Toleranz auf. Man spürt immer noch das Kribbeln, muss aber mehr davon und öfter etwas einnehmen. Viele Konsumenten werden zwanghaft mit ihrem Kokainkonsum, was zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen kann.

– Bei exzessiver Einnahme kann die Droge Halluzinationen, paranoide Täuschungen, Herzrasen, Jucken und wahnhafte Störungen verursachen.

Medizinische Einnahme

Kokain wurde in der Vergangenheit für verschiedenste medizinische Zwecke verwendet. Es ist ein Oberflächenbetäubungsmittel, das im 19. und frühen 20. Jahrhundert bei Augen- und Halsoperationen verwendet wurde. Im Absatz zur Geschichte erfährst Du mehr darüber.

Sorten

Kokain Hydrochlorid ist die allgemein bekannte Standardform von Kokain. Es ist sehr stabil und in Wasser löslich, wodurch es injiziert und geschnupft werden kann.

Da das Hydrochlorid-Salz sich bei der Verdampfungstemperatur zersetzt, wird Kokain stattdessen in die freigesetzte Basenform umgewandelt. Ursprünglich war es üblich „freie Basen“-Kokain mittels leichtflüchtigen Lösungsmitteln, normalerweise Äther, zu produzieren. Leider ist diese Methode sehr gefährlich. Das Lösungsmittel entzündet sich sehr schnell. Deshalb wurde die Produktion von rauchbarem „freie Basen“-Kokain mittels einer praktischeren Methode sehr beliebt. Dieses Produkt nennt man Crack. Um Crack-Kokain zu produzieren wird das normale Kokain-Hydrochlorid konzentriert, indem die Droge in einer Lösung mit Backpulver erhitzt wird bis das Wasser verdampft. Diese Art von Basen-Kokain macht ein knallendes Geräusch wenn es erhitzt wird, wodurch der Name „Crack“ entstand. Basen-Kokain verdampft bei einer niedrigen Temperatur, es kann also einfach mit einer Pfeife erhitzt und inhaliert werden.

Einnahme

Die einfachste Einnahmemethode ist das Kauen der Blätter der Pflanze. Durch die vom Körper auferlegten Beschränkungen, treten nur kleine Mengen Kokain in den Blutkreislauf ein und es wirkt leicht aufputschend.

Wenn man Kokain nasal einnimmt, werden durch die Nasenschleimhaut ca. 80% aufgenommen. Die Blutgefässe limitieren die Absorption. Chronische Einnahme führt zu dauerhaftem Schnupfen und Absterben der Schleimhaut. Vor dem Ziehen muss das Kokainpulver in sehr kleine Partikel zerkleinert werden. Das ist vor allem bei Kokain von hoher Reinheit wichtig, da es dazu neigt, feucht zu sein und „Klumpen“ zu bilden, welche die Effizienz der nasalen Absorption reduzieren. Danach gibt der Konsument manchmal eine kleine Menge auf den Finger (traditionell der kleine Finger) und schmiert diese auf das Zahnfleisch, um ein Taubheitsgefühl in dieser Gegend zu verursachen. Der Grund dafür ist die effektive Einnahme der Reste, die auf der Oberfläche zurückgeblieben sind und/oder das subjektive Verbessern der Kokain-Erfahrung.

Die intravenöse Einnahme garantiert den höchsten Blutdrogengehalt in der kürzesten Zeit. Das Spritzen von Kokain produziert einen anregenden Rausch, wobei die Euphorie schnell vorbei ist, da die Leber die Droge schnell abbaut.

Freie Basen oder Crack Kokain wird meistens mit einer Pfeife, bestehend aus einem kleinen Glasrohr, geraucht. Der „Stein“ wird auf das Ende der Pfeife gelegt, das am nächsten beim Filter liegt und das andere Ende wird in den Mund genommen. Eine Flamme wird unter den Stein gehalten, dieser verdampft und schmilzt sobald er erhitzt wird und der Konsument inhaliert den Rauch.

Die Wirkung tritt fast unmittelbar nach dem Rauchen ein, ist sehr intensiv und dauert nicht sehr lange, normalerweise zwischen fünf und fünfzehn Minuten an. Die meisten Leute, vor allem regelmässige Konsumenten, wollen danach mehr.

Abhängigkeit

Unter einer Kokain-Abhängigkeit versteht man den zwanghaften oder unkontrollierten Missbrauch von Kokain. Kognitive Verhaltenstherapie zeigt vielversprechende Resultate. Spirituelle Zwölf-Schritte-Programme wie Cocaine Anonymous (nach dem Modell von Anonyme Alkoholiker) haben bei diesem Problem auch Erfolg. Auch ein Kokain-Impfstoff wird getestet, der den Konsumenten davon abhalten soll, die gewünschte Wirkung der Droge zu erfahren, wobei ein ähnlicher Versuch für Heroin in den 1970er Jahren aufgrund von Erfolgslosigkeit eingestellt wurde.

Es wird weiterhin erforscht, wie man Kokain-Abhängigkeit behandeln kann und es wurden verschiedenste Medikamente und Programme entwickelt, die darauf hin als (in)effizient befunden und überdacht wurden.

Warnung

Eine Überdosis kann zu Tachyarrhythmien führen und wird von einer Erhöhung des Blutdrucks begleitet. Diese können lebensbedrohend sein, vor allem wenn der Konsument bereits Herzprobleme hat.

Die Vergiftung führt zu Krämpfen, die von Atem- und Kreislaufdepression medullären Ursprungs gefolgt werden. Das kann zum Tod durch Atemstillstand, Schlaganfall, Hirnblutung oder Herzversagen führen. Kokain ist ausserdem höchst fiebererzeugend, denn die Stimulation und die erhöhte Muskelaktivität verursachen eine erhöhte Hitzeproduktion. Hitzeverlust wird durch die intensive Blutgefässverengung verhindert. Durch Kokain ausgelöste Hyperthermie kann die Zerstörung von Muskelzellen und Myoglobinurie verursachen, was zu Nierenversagen führt. Es gibt kein spezielles Gegenmittel bei einer Kokain-Überdosis.

Kokain-Missbrauch ist mit lebenslangem Risiko eines Herzinfarkts verbunden, das sieben mal höher ist als bei Nicht-Konsumenten. Innerhalb der ersten Stunde, nachdem das Kokain eingenommen wurde, steigt das Herzinfarkt-Risiko um ein 24-faches an. Es ist für 25% der Herzinfarkte der 18–45 Jahre-Alten verantwortlich.

Kombinationen

Alkohol: Die zwei verbinden sich im Körper zu Cocaethylen, einem Stoff, der die Wirkung erhöht und dem Herz noch mehr Stress zufügt. Diese Mischung ist die häufigste Kombination zweier Drogen, die zu drogenbedingten Todesfällen führt.

Amphetamine: Eine unwahrscheinliche Kombination, da die Wirkungen sehr ähnlich sind. Erhöhte Belastung für das Herz und erhöhte Giftigkeit. Ecstasy: Eine beliebte Club-Kombination, keine offensichtlichen Gefahren ausser natürlich erhöhte körperliche Belastung.

Heroin: Bekannt als „Speedball“, diese zwei Drogen verstärken einander – Kokain wirkt als starkes Aufputschmittel, verursacht einen schnellen Herzschlag, lässt aber schneller nach als Heroin, was daraufhin das Herz verlangsamt. Dadurch kann das Herz seinen Rhythmus komplett verlieren, was das Risiko eines Herzversagens erhöht. John Belushi und River Phoenix starben durch die Einnahme von Speedballs.

Ketamin: Eine moderne Kombination bekannt als CK1. Manche Club-Geher mischen gerne Coke mit kleinen Mengen Ketamin. Kokain verringert die psychedelische Wirkung von Ketamin. Man sollte niemals etwas mit einer hohen Dosis Ketamin mischen.

LSD hat seine eigenen schnelle Wirkung. Keine gute Kombination. Mushrooms: Keine Gefahren.

Wenn es geraucht wird, wird Kokain manchmal mit Cannabis kombiniert. Oft in einem Joint gerollt. Diese Kombination ist bekannt als "Primo", "Hype" oder "Woo".

Links / Weiterlesen

Cocaine.org

Lyceaum über Kokain

Artikel zu Kokain auf Erowid

Artikel zu Kokain in der Schaffer Library of Drug Policy

The History of Legislative Control over Opium, Cocaine, and their Derivatives

Quellen

Dieser Artikel ist basiert auf den folgenden Quellen:

Dancesafe on cocaine

Cocaine.org

Wikipedia über Kokain

The Gooddrugsguide: effects

The Gooddrugsguide: mixing



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