EnzyklopädieAnn & Alexander Shulgin

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Ann & Alexander Shulgin - Enzyklopädie

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Ann & Alexander Shulgin

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Alexander und Ann Shulgin sind ein bekanntes Paar, das seit Jahrzehnten im Bereich der psychoaktiven Forschung arbeitet. Dr. Alexander "Sasha" Shulgin ist Pharmakologe und Chemiker, der vorallem für die Wiederentdeckung von MDMA (XTC) und die Entwicklung vieler psychoaktiver Substanzen bekannt ist, die in den Büchern TIHKAL und PIHKAL beschrieben werden.

Alexander begann als forschungsbeauftragter Chemiker bei der Dow Chemical Company. 1965 verliess Shulgin Dow, um seinen eigenen Interessen zu folgen und wurde privater Berater.

Durch seinen Freund Bob Sager, Chef der DEA Western Laboratories, formte Shulgin eine Beziehung zum DEA (Drug Enforcement Administration) und begann Pharmakologieseminare für Ermittler zu halten, er belieferte den DEA mit Proben verschiedenster Stoffe und diente gelegentlich als Sachverständiger bei Verahndlungen. Er schrieb ausserdem ein Handbuch zur Strafverfolgung verbotener Substanzen, womit er mehrere Preise des DEA erhielt.

Um dem DEA weiter als Berater zur Verfügung stehen zu können, erhielt Shulgin eine DEA Schedule I Lizenz für ein analytisches Labor, wodurch er berechtigt war jede sonst verbotene Substanz zu besitzen und herzustellen. Shulgin richtete ein kleines chemisches Entwicklungslabor hinter seinem Haus ein, wodurch er seine Karriere sehr unabhängig gestalten konnte. Shulgin nutzte diese Freiheit, um psychoaktive Drogen herzustellen und deren Wirkung zu testen.

1967 wurde Shulgin von Merrie Kleinman mit MDMA (Ecstasy) bekannt gemacht, die zu der Zeit Studentin einer medizinischen Chemiegruppe an der San Francisco State University war. MDMA wurde 1912 von Merck zum ersten Mal hergestellt und 1914 als Nebenprodukt einer anderen Synthese patentiert, wurde jedoch als nutzlos angesehen und nicht weiter erforscht. Shulgin fuhr mit einer neuen Herstellungsmethode fort und stellte die Substanz 1976 dem Psychologen Leo Zeff vor. Zeff verwendete die Substanz in seiner Praxis in kleinen Dosen als Hilfsmittel zur Verbaltherapie. Er stellte die Substanz hunderten Psychologen im ganzen Land vor, worunter auch Ann Shulgin, die Alexander Shulgin 1979 zum ersten Mal traf und 1981 heiratete.

1994, zwei Jahre nach der Veröffentlichung von PHIKAL führte der DEA eine Razzia in seinem Labor durch. Nachdem es angeblich Probleme mit seinen Aufzeichnungen gab, verlangte die Behörde, dass Shulgin seine Lizenz zurückgab, da er gegen die Bestimmungen verstossen hatte und er wurde zu einer Strafe von $25,000 verurteilt für den Besitz von anonymen Proben, die er für Qualitätstests erhalten hatte. In den 15 Jahren, die der Veröffentlichung von PIHKAL voran gingen, wurden weder bei zwei angekündigten noch bei einer weiteren Kontrolle je Unregelmässigkeiten gefunden.

Richard Meyer, Sprecher der DEA San Francisco Field Division, meinte, dass "diese Bücher unserer Meinung nach Kochbücher, zur Herstellung illegaler Drogen, sind. Ermittler haben in versteckten Laboren, die durchsucht wurden, Kopien dieser Bücher gefunden." Das klingt als ob die Veröffentlichung von PHIKAL mit dem Einzug von Shulgins Lizenz unmittelbar in Zusammenhang stand.

Das Geld mit dem Shulgin die Strafe bezahlte, war seine Pension, die er über Jahre hinweg aufgebaut hatte. Die Behörden nahmen ihm das Geld ab, als er über 70 war. Jetzt ist er fast 90 und seine Gesundheit wird immer schlechter (2008 musste er sich einer Operation unterziehen, um eine defekte Aortenklappe zu ersetzen). Weder er noch sein Frau haben Geld, um die Krankenhauskosten zu bezahlen.

Die Shulgins haben eine grosse Sammlung, primärer und sekundärer Materialien (Bücher, Aufzeichnungen, etc.) welche organisiert, archiviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Erowid versucht $25,000-$50,000 für dieses Projekt aufzutreiben, um einen Assistenten zu bezahlen bzw. die Kopier- und Scankosten zu decken. Spenden können entweder an das Erowid Center oder direkt an die Shulgins überwiesen werden.

Die Erowid Seite auf der man mehr Informationen finden und spenden kann: Support the Shulgin Collection



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