EnzyklopädieMeditation

You get 1 free seed with your seeds order | Browse cannabis seeds

Azarius

  • $

$ 0, -

0,00 $

Meditation - Enzyklopädie

Menü anzeigen Menü verbergen

Meditation

0 Kommentare

Was ist Meditation?

Meditation leitet sich vom lateinischen Wort meditatio ab und bezieht sich auf das Wort meditari, was nachdenken bedeutet. Das scheint nicht wirklich richtig zu sein, denn Meditation hat sehr wenig mit Denken zu tun. Eigentlich sind die drei Hauptgründe, warum Menschen meditieren, genau das Gegenteil:

Ein Mönch bei der Meditation

  • Lasse die Gedanken gehen, um dich zu beruhigen.
    Wir scheinen uns oft mit unseren Gedanken zu identifizieren; wir nehmen an, diese Stimme in unserem Kopf zu sein. Meditation lässt einen erkennen, dass wir unsere Gedanken tatsächlich mit unserem Bewusstsein erleben. Dies ermöglicht es, die Gedanken loszulassen, mit dem zusätzlichen Vorteil, einen klaren, friedlichen Geist zu haben. Das ist der Grund, warum viele Menschen Meditation als wichtigen Teil ihrer täglichen Routine betrachten.

  • Das Göttliche erkennen oder eins werden mit dem kollektiven Bewusstsein.
    Mit der Meditation kann man die Erkenntnis entwickeln, dass man tatsächlich Teil eines viel grösseren Ganzen ist. Man kann erkennen, dass man mehr ist als nur ein Körper mit Gefühlen und Gedanken, was zu einem stärkeren Gefühl der Einheit führt.

  • Zur Entwicklung bestimmter Eigenschaften.
    Meditation wird manchmal verwendet, um bestimmte Eigenschaften zu pflegen und zu entwickeln. Indem man seine Aufmerksamkeit auf ein ausgewähltes Ziel richtet, ist es möglich, an der Verbesserung bestimmter Eigenschaften zu arbeiten. Mehr dazu später.

Für diejenigen, die noch nie zuvor meditiert haben oder in die Kunst des Meditierens eingetaucht sind, kann diese Liste etwas vage erscheinen. Meditation ist jedoch sehr praktisch und jeder kann es tun. Wie es funktioniert, ist nur einer der Aspekte, die dieser Artikel zu erklären versucht.

Geschichte der Meditation

Menschen meditieren wahrscheinlich seit Tausenden von Jahren, sicher allerdings seit jenem Moment, als die Schamanen entdeckten, dass durch Singen, Trommeln, Tanzen und natürliche Psychedelika ein Trancezustand erreicht werden kann. Auf diese Weise entdeckten sie verschiedene Arten von Bewusstsein, aus denen später verschiedene Religionen hervorgehen würden.

Die ersten Spuren der Meditation stammen aus Indien, wo vedische Priester durch Konzentrationsübungen ein Gefühl der Einheit entwickelten. Als Ergebnis dieser Erkenntnis glaubten sie, dass das Göttliche hauptsächlich im Selbst zu finden ist.

Aus der vedischen Bewegung entwickelten sich um 500 v. Chr. Buddhismus und Yoga, die sich nach China und Tibet ausbreiteten. Die Meditation erreichte um Christi Geburt auch die westliche Welt. Die Römer beobachteten die östlichen Mönche, die stundenlang mit gekreuzten Beinen völlig ruhig auf dem Boden sassen. Die Römer verstanden nicht wirklich, was die Mönche taten und konnten sich nichts anderes erklären, als dass sie wahrscheinlich in tiefen Gedanken versunken waren. Dies erklärt, warum das Wort meditari (nachdenken) verwendet wurde; obwohl Meditation eigentlich eine Übung ist, mit dem Ziel, die Gedanken so weit wie möglich loszulassen.

Buddhismus und östliche Meditation

Im Westen waren die ersten „Meditierenden“ christliche Mönche, die in Ägypten und Palästina zurückgezogen lebten. Die Meditation erreichte die breite Öffentlichkeit jedoch erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Im 15. Jahrhundert wurde die traditionelle Meditation sogar von der Kirche verboten. Obwohl das Gebet selbst eine Form der Meditation ist, wurde es von der Kirche ausdrücklich verboten, „den Geist zu entleeren“, was zur Verwirklichung der Einheit mit dem Göttlichen führen könnte.

Zu jener Zeit wurde die Meditation im Westen nur im Geheimen von Alchemisten durchgeführt. Alchemie ist eine Natur-Philosophie, eine Kombination aus östlicher und westlicher Weisheit. Ab dem siebzehnten Jahrhundert verschwand die Alchemie mit dem Aufstieg der westlichen Wissenschaft. Und so verschwand auch die Kunst der Meditation vollständig aus der westlichen Gesellschaft.

Das änderte sich zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, als das Interesse an orientalischer Weisheit, Philosophie und Religion stetig anstieg. Die Meditation wurde in der westlichen Gesellschaft wieder eingeführt. Viele Westler erfuhren die beruhigende Wirkung von Konzentrationsübungen. Und doch blieb die Meditation für viele etwas Exotisches und damit nicht von Nutzen für ihr tägliches Leben.

Diese Situation blieb weitgehend gleich, bis der Wissenschaftler Jon Kabat Zinn Anfang der 70er Jahre das erste Mindfulness Training entwickelte. Während seiner Tätigkeit als Wissenschaftler kam er mit chronisch kranken Menschen in Kontakt und vermutete, dass Meditation ihnen helfen könnte. Nicht jeder lernt einfach, wie man meditiert und die östliche Weisheit war nicht jedem Westler zugänglich, also entwickelte Zinn seine eigene Meditationspraxis, genannt „mindfulness training“.

Dieses Training machte es ziemlich einfach, das Meditieren zu erlernen, ohne alle möglichen religiösen Konzepte anzuwenden. Jon Kabat Zinn hatte Recht, denn die chronisch Kranken profitierten von seinem „mindfulness training“. Im Jahr 1982 wurden die positiven Auswirkungen der Meditation sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Bei Menschen, die an chronischen Schmerzen leiden, wurde festgestellt, dass sie nach 10 Wochen Training weniger Schmerzen und Stimmungsschwankungen hatten [1]. Langsam, aber sicher setzte sich die Meditation in der westlichen psychiatrischen Behandlung durch. Deshalb ist es heutzutage völlig normal, sich für dieses Training in medizinischen Einrichtungen anmelden zu können.

Arten von Meditation

Meditationstechniken können in zwei Arten unterteilt werden: Östliche Meditation und moderne Meditation. Es gibt eine fast unendliche Anzahl moderner Meditationstechniken, aber nicht viele traditionelle östliche Meditationstechniken. Nachfolgend findest Du zunächst eine Liste der östlichen Meditationstechniken, gefolgt von einer kleinen Auswahl der bekanntesten Formen der modernen Meditation.

Arten der östlichen Meditation

  • Vipassana wird von den meisten als die reinste Form der Meditation angesehen. Bei Vipassana ist die Absicht nur anzublicken, ohne etwas ändern zu wollen. Normalerweise sitzt man mit geschlossenen Augen, im Schneidersitz auf einem Kissen und konzentriert sich tief in sich selbst. Loslassen ist der Schlüssel.

  • Die Kauderwelsch Meditation stammt aus der Sufi-Tradition und zielt darauf ab, die normalen Denkmuster zu durchbrechen. Dies kann durch völligen Unsinn geschehen (der Sufi-Mystiker, der diese Technik erfunden hatte, sprach nie eine Sprache, sondern nur Kauderwelsch), aber auch durch Lachen, Schreien oder Weinen. Tatsächlich ist alles erlaubt, solange der normale Gedankenfluss unterbrochen wird. Die Idee dahinter ist, dass man sich entspannen kann, wenn alles ausgedrückt ist.

  • Sufi Tanz zielt darauf ab, dass man sich mit Gott eins fühlt. Diese Form der Meditation wird von Männern in langen Kleidern mit spitzen Hüten durchgeführt. Die Männer drehen sich um ihre eigene Achse und durch diesen Wirbel werden sie zurück zum Kern der Existenz gebracht.

  • Die Mantra Meditation ist eine bekannte Meditationstechnik im tibetischen Buddhismus, aber auch in vielen anderen Religionen, wenn auch unter verschiedenen Namen (einschliesslich dem Christentum). Während der Mantra Meditation wird das gleiche Wort oder der gleiche Satz wiederholt, was eine beruhigende Wirkung hat und zu einer offenen Haltung führt. Es vermittelt auch ein Gefühl von Ehrfurcht und Respekt. Ein Beispiel für ein Mantra im Christentum ist die Wiederholung eines Ave Maria oder Vater unser im Himmel.

  • Die Zen Meditation zeichnet sich durch eine starre Haltung aus, in der man mit geradem Rücken, im Schneidersitz auf einem Kissen sitzt und auf eine weisse Wand starrt. Man zählt beim Atmen von 1 bis 10 und beginnt wieder von vorne. Auf diese Weise wird man nicht abgelenkt. Diese Meditationstechnik ist Vipassana sehr ähnlich, aber bei der Zen-Meditation konzentrieren sich die Augen auf eine weisse Wand und sind nicht geschlossen.

Friedlicher Zen-Wasserfall

  • Bei der Visualisierungstechnik werden bestimmte Bilder im Kopf aufgerufen, auf die man sich konzentriert. Diese Bilder enthalten Merkmale und Eigenschaften; es ist eine Personifizierung. Im Wesentlichen erschafft man sich mentales Bild davon, was man werden will, indem man seine Vorstellungskraft nutzt. Zum Entspannen kann man die visuelle Erinnerung an den letzten Strandausflug aufrufen oder sich einen Wasserfall vorstellen. Aber es kann auch eine innere Visualisierung der Heilung einer Verletzung oder irgendetwas anderes sein, an das man denken kann.

Moderne Meditation

  • Die Lachmeditation leitet sich von der aktiven Sufi Meditation ab, wo man ermutigt wird, so viel wie möglich zu lächeln und zu lachen. Auch wenn es keinen Grund zum Lachen gibt, hat das Lachen eine sehr positive Wirkung auf das Immunsystem. Lachen lässt einen lockerer werden und Sorgen werden verschwinden.

  • Soziale Meditation wurde entwickelt, um dabei zu helfen, sich des kontinuierlichen Flusses der inneren Stille bewusst zu werden, ein Fluss, der ungehindert weiterfliesst, unabhängig der geschäftigen sozialen Bewegungen. Durch Atemtechniken, Bewegung und Musik werden die Belastungen des Alltags imitiert. Gleichzeitig wird man herausgefordert, sich selbst zu bleiben. Das lehrt einem, wie man auch in seinem täglichen Leben sich selbst bleiben kann.

  • Aktive Mediation ermöglicht es, in Bewegung oder Ausdruck einzutauchen. Dadurch kann man sich leicht vom Geist trennen. Während der aktiven Meditation arbeitet man mit Bioenergetik, emotionalem Ausdruck, Tanz, Bewegung und Geräuschen.

  • Mit Mindfulness wird trainiert, den Moment mehr zu nützen. Es wird Schritt für Schritt gelernt, wie man die Aufmerksamkeit auf sich lenken kann, damit man letztendlich in der Lage ist, jede Aktion mit vollem Bewusstsein durchzuführen. Das zeichnet sich vor allem durch die Akzeptanz von Gedanken und Gefühlen aus, ohne ein Urteil über richtig oder falsch zu fällen. Diese Akzeptanz der Welt, der Ereignisse und der Menschen führt zu einem Gefühl des Friedens und grösseren Glücks.

  • Die dynamische Meditation konzentriert sich auf die Umwandlung physischer Energie in tiefe Stille. Das beginnt bei verschiedenen Atemtechniken, damit der Körper mehr Sauerstoff bekommt. Das Ergebnis ist ein Energieschub. Diese Energie wird dann genutzt, um abgeflachte Emotionen loszulassen, was beruhigend wirkt.

  • Meditation der transzendentale Stille gibt einem die Werkzeuge, um zu jeder Zeit des Tages inneren Frieden zu erlangen. Die Technik besteht aus mehreren Wahrnehmungsebenen, passiver Konzentration, Mantras und Klängen. Dieses Training wird individuell von einem qualifizierten Lehrer durchgeführt.

Gefahren von Meditation

Hans Wolfgang Schumann schreibt in seinem Buch „Buddhismus“:

„Die Meditationstechniken des Eintauchens und der Analyse sind nicht ohne Risiko. Ein Überschuss führt zu einer Art geistigem Ertrinken; unvorsichtiger Gebrauch kann den Geist entgleisen lassen. In psychiatrischen Kliniken in Rangoon und Bangkok gibt es eine beträchtliche Anzahl von Patienten, die mit ihrer psychischen Gesundheit für eine schief gelaufene Meditation bezahlen mussten."

Ruhe durch Meditation

Es ist wahr, dass intensive Meditation bestehende psychische Probleme verschlimmern kann. Durch Mediation kann man mit verdrängten Gedanken und Gefühlen konfrontiert werden, die so schwerwiegend sein können, dass man die Realität aus den Augen verliert. Dies kann in seltenen Fällen zu einer Psychose führen.

Besonders wenn jemand in der frühen Kindheit traumatisiert wurde, ist die Person oft nicht in der Lage, die Emotionen zu kontrollieren. Wenn jemand an relativ schweren Persönlichkeitsstörungen wie Psychosen oder Boarderline Störungen leidet, dann ist Mindfulness nicht die richtige Meditationsart.

Psychologisch gesunde Menschen haben deutlich weniger zu befürchten, aber es ist dennoch ratsam, vorsichtig zu bleiben. Heutzutage gibt es einen Anstieg des Angebots an extrem intensiven Meditationskursen, in denen man ermutigt wird, sich ganz und gar auszudrücken. Alle seine Emotionen rauszulassen und mit Gruppen zu teilen, ohne jegliche Kontrolle auszuüben. Diese Kurse dauern oft mehrere Tage und die Menschen haben meist keine Ahnung, was sie erwartet. Ein Beispiel für einen derartig schweren Kurs ist das Landmark Training.

Diese Kurse können wegen des befreienden Gefühls und der Nähe, die an einem Wochenende erfahren werden, süchtig machen. In gewisser Weise könnte man sie mit der Zugehörigkeit zu einer Sekte vergleichen. Der Student kann nicht ohne die Gruppe auskommen und es ist nicht ungewöhnlich, dass für nachfolgende Kurse grosse Summen benötigt werden. Ausserdem werden Menschen oft über ihre Hemmungen hinausgedrängt, was sie Dinge verursachen lässt, die sie danach vielleicht bereuen. Oder es kann sogar die Kontrolle im Moment verloren werden. Selbst mental stabile Menschen können durch bestimmte Techniken verwirrt werden. Wenn Du also erwägst, an einem Meditationskurs teilzunehmen, finde zuerst heraus, worum es genau geht.

Gehirnaktivität während der Meditation

Es wurden mehrere Studien über die positiven Auswirkungen der Meditation durchgeführt und diese haben gezeigt, dass die Gehirnaktivität während der Meditation einem einzigartigen Muster folgt. Sie unterscheidet sich bemerkenswert von jeder anderen Form des Bewusstseins, wie z.B. tiefem Denken, Träumen, Stress und Schlaf.

Unser Gehirn produziert sechs verschiedene Gehirnwellen:

  • Alpha (8-12Hz) Wellen sind mit einem Entspannungszustand verbunden, in dem man noch wach ist. Menschen mit vielen Alphawellen nehmen Informationen schneller auf und sind besser darin, sich zu konzentrieren und sich an Dinge zu erinnern.

  • Beta (16-38Hz) Wellen zielen darauf ab, mit Stresssituationen umzugehen. Das starke Selbstgefühl ist das Produkt von Beta-Wellen. Kinder bis fünf Jahre produzieren kaum Beta-Wellen. Hyperaktive Menschen produzieren extrem hohe Mengen an Beta-Wellen. Im normalen Wachzustand machen Betawellen etwa 90% unserer Hirnstromaktivität aus.

  • Theta (4-8Hz) Wellen entstehen, wenn man sich in einem tief entspannten Zustand befindet, meist kurz vor dem Einschlafen oder Aufwachen. Diese Wellen werden auch als kreative Ebene bezeichnet. Während dieser Gehirnströme kann man grossartige Einblicke erhalten. Menschen, die sich ganz auf Musikhören oder Kunstmachen konzentrieren, produzieren oft Theta-Wellen.

  • Delta (0,5-4 Hz) Wellen treten bei Säuglingen und im Tiefschlaf auf. Je tiefer der Schlaf, desto länger sind die Gehirnströme. In diesem Zustand kann man sich nicht mehr an viel erinnern.

  • Gamma (30-80 Hz) Wellen sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Diese Wellen treten bei starker geistiger Aktivität auf, wie z.B. Angst, Problemlösungen und wenn man sich in einem Zustand hoher Wachsamkeit befinden. Als Reaktion auf Stress werden Gammawellen erzeugt. Es scheint manchmal so, als ob man handeln würde, bevor man denken kannt.

  • Sensorisch-motorische Rhythmuswellen (12-16Hz) treten während der körperlichen Ruhe und starkem sensomotorischem Bewusstseins auf.

Mit einem EEG-Scan wurden die Gehirnwellen mehrerer Teilnehmer von transzendentaler Meditation untersucht. Es wurde festgestellt, dass das Gehirn folgende Veränderungen im Bewusstsein durchlaufen hat [2]:

  • Zuerst wurden die Alphawellen kleiner und seltener.

  • Als nächstes wurden Thetawellen erzeugt. Normalerweise würden diese nur im Schlaf vorkommen. Während der Meditation unterscheiden sich die Wellen zwar von der normalen Wellenform, besitzen aber dennoch eine grosse Ähnlichkeit. Zu diesem Zeitpunkt war das Gehirn völlig entspannt.

  • Dann kam die tiefe Meditationsphase; rhythmische Betawellen wurden im gesamten Gehirnbereich beobachtet. Betawellen sind vorhanden, wenn man nachdenkt und Entscheidungen trifft. Dennoch sehen die Betawellen während der Meditation anders aus; sie sind synchroner und decken den gesamten Hirnbereich ab.

  • Schlussendlich folgt eine aussergewöhnliche Phase, in der die Gehirnströme vollständig synchronisiert sind.

Dieses Muster der Gehirnaktivität ist sehr einzigartig. Meditation kann, wenn sie richtig praktiziert wird, zu einem einzigartigen Bewusstseinszustand führen. Diese Musterverschiebung gilt allerdings nur für die transzendentale Meditation. Verschiedene Techniken führen zu unterschiedlichen Auswirkungen auf die Hirnstromaktivität, was wiederum zu unterschiedlichen Bewusstseinszuständen führt. [3][4][5]

Psychedelische Meditation

Die wissenschaftliche Forschung hat deutlich gezeigt, dass wir in der Lage sind, unser Bewusstsein ohne den Einsatz von Substanzen zu verändern. Es gibt viele Webseiten, die mehr Informationen über spezielle Meditationstechniken liefern, welche psychedelische Erfahrungen induzieren können, wie z.B. www.psychedelicmeditation.com

Es wurden bisher keine Studien zur Kombination von Meditation und Psychedelika durchgeführt, aber es würde sich um interessante Sache handeln, da Psychedelika einen tiefgreifenden Einfluss auf den eigenen Seinszustand, das Bewusstsein und das Selbstbewusstsein haben können. Durch die Erforschung des rituellen Gebrauchs von Ayahuasca wissen wir, dass die Substanz die Alpha- und Thetawellen stark erhöhen kann. LSD, Meskalin, Psilocybin und Ayahuasca ohne Ritual eingenommen führen zu kleineren Alpha- und Thetawellen und viel grösseren Betawellen. [5]

Offenbar beeinflusst das Ritual auch stark das Ausmass, in dem sich die Gehirnaktivität ändert, wodurch sich wiederum das Bewusstsein verändert. Dies ergibt Sinn, da während eines schamanistischen Rituals eine Vielzahl von Meditationstechniken wie Singen, Tanzen, Mantas und Stille angewendet wird.

Mit diesen Techniken wird auch das Gehirn in einen veränderten Bewusstseinszustand gebracht. Wenn Meditation mit Psychedelika kombiniert wird, ist es klar, dass sich die Hirnaktivität eines normalen Trips vom Hirnmuster eines psychedelischen Rituals unterscheidet.

Dies ist ein wichtiger Grund für die Überzeugung, dass Psychedelika, die während eines Rituals verwendet werden, eine andere Erfahrung bieten (und deshalb einen anderen Status haben) als der hedonistische Gebrauch von Psychedelika.

Quellen

  • PhD Jon Kabat-Zinn. An outpatient program in behavioral medicine for chronic pain patients based on the practice of mindfulness meditation: Theoretical considerations and preliminary result, General Hospital Psychiatry, Jahrgang 4, Nummer 1, April 1982, Seiten 33–47

  • J.P. Banquet, Spectral analysis of the EEG in meditation, Electroencephalography and Clinical Neurophysiology, Jahrgang 35, Nummer 2, August 1973, Seiten 143–151

  • H.-Y. Huang † , P.-C. Lo, EEG dynamics of experienced Zen meditation practitioners probed by complexity index and spectral measure, 2009, Jahrgang 33, Nummer 4 , Seiten 314-321

  • L.I. Aftanas,, S.A. Golocheikine, Human anterior and frontal midline theta and lower alpha reflect emotionally positive state and internalized attention: high-resolution EEG investigation of meditation Neuroscience Letters, Jahrgang 310, Nummer 1, 7. September 2001, Seiten 57–60

  • Tetsuya Takahashia, Tetsuhito Murataa, Toshihiko Hamadab, Masao Omoria, Hirotaka Kosakaa, Mitsuru Kikuchic, Haruyoshi Yoshidab, Yuji Wadaa Changes in EEG and autonomic nervous activity during meditation and their association with personality trait, International Journal of Psychophysiology Jahrgang 55, Nummer 2, Februar 2005, Seiten 199–207

  • Erik Hoffmann, Effects of a Psychedelic, Tropical Tea, Ayahuasca, on the Electroencephalographic (EEG) Activity of the Human Brain During a Shamanistic Ritual.


Bist Du über 18 Jahre?

Um unseren Webshop zu besuchen musst Du bestätigen, dass Du zumindest 18 Jahre alt bist.