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Forschungschemikalien - Enzyklopädie

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Forschungschemikalien

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research chemicals

Forschungschemikalien sind neue synthetische Substanzen, die bestehende Drogen imitieren. Strukturell sind sie fast ident mit der originalen Droge, jedoch unterschiedlich genug, um nicht wie das Original klassifiziert zu werden. Ein Atom der molekularen Struktur wird beispielsweise ersetzt oder gänzlich entfernt. Es ist also nicht mehr wirklich die gleiche Substanz und hat auch eine andere Wirkung.

Trotzdem hat die neue Substanz eine psychoaktive Wirkung. Eine Verbindung, die strukturell einer anderen Substanz ähnelt, wird chemisches Analog genannt. Methylon (MDMC) ist eine nahes Analog von MDMA.

Forschungschemikalien sind neue, psychoaktive Strukturen. Da es sich um eine neue Verbindung handelt, kann die gesetzliche Beschränkung ihres Pendants umgangen und ohne Risiko einer Verfolgung verkauft werden. Deshalb kann es sich für bestimmte Leute auszahlen nach Analogen zu forschen. Forschungschemikalien werden auch Designerdrogen oder Legal Highs genannt.

Geschichte

Forschungschemikalien gibt es seit den ersten Verboten von psychoaktiven Substanzen. In den 1920er Jahren nach der Opium Convention waren die Leute auf der Suche nach etwas Ähnlichem wie Heroin und Morphium. In den Sechzigern wiederum nach etwas, das die Wirkung von unerlaubten Substanzen wie LSD und PCP imitierte.

Der Begriff „Forschungschemikalien“ jedoch ist relativ neu, in Verwendung ist er seit den 1990ern. Eine Reihe von Verkäufern begriff, dass man durch den Verkauf ihrer Substanzen als „Forschungschemikalien“ einer Verhaftung entgehen konnte. In Amerika ist es illegal Substanzen zur Einnahme zu verkaufen, wenn diese Drogen ähneln. Deshalb gaben Verkäufer vor, dass diese nur zu Forschungszwecken verkauft wurden.

Später wurde immer kreativere Methoden erfunden, um die wahre Absicht dieser neuen psychoaktiven Substanzen zu verbergen. „Explosion“ wurde als Geruchsentferner verkauft und enthielt Methylon. Oder Stoffe wurden als Pflanzendünger oder Badesalz ausgegeben, wenn diese eigentlich die Droge Mephedron, auch bekannt als „miau miau“, enthielten.

2004 startete die DEA (Drugs Enforcement Agency) in den USA die Operation Web Tryp, deren Ziel es war eine grosse Anzahl an Webseiten auszuforschen, die verdächtigt wurden Drogenanaloge zu verkaufen. Diese Operation war die Antwort auf den Beliebtheitsanstieg der „Grauzone-Drogen“. Diese Drogen wurden in immer grösseren Mengen verkauft, aber zur gleichen Zeit stieg auch die Anzahl der Vorfälle, die im Krankenhaus endeten und in manchen Fällen auch den Tod zufolge hatten.

Web Tryp führte zu mehreren Verhaftungen mit schweren Strafen, in manchen Fällen sogar lebenslangen Freiheitsstrafen. Das Gericht urteilte es gebe ausreichend Beweise, die darauf hinweisen, dass die Betreiber der Webseite wussten was verkauft wurde und, dass die Käufer ihre Produkte auch einnahmen. Die Kunden der untersuchten Webseiten wurden in den USA nicht verfolgt, jedoch teilte die DEA die Kundendatenbank mit anderen Ländern. Käufer in Grossbritannien wurden verhaftet und strafrechtlich verfolgt.

Aktionen der Exekutive wie die Operation Web Tryp hatten leider einige negative Auswirkungen. Aus Angst vor Verfolgung, geben die Produzenten von Forschungschemikalien so wenig wie möglich Informationen frei. Leider bedeutet das auch, dass es sehr wenig Informationen zur Qualifikation und zur Vertrauenswürdigkeit jener Produzenten gibt.

Beim Ankauf gibt es keine Möglichkeit zu wissen ob die Droge auch rein ist. Sie kann kontaminiert sein bzw. kann man etwas ganz anderes als versprochen erstehen. Letztendlich ist es mit blossem Auge schwer zwischen zwei Arten weissen Pulvers zu unterscheiden.

Alexander Shulgin

Alexander Shulgin

Alexander Shulgin ist eine sehr prominente Figur in der Geschichte der Forschungschemikalien. Er war Chemiker und Pharmakologe, und verantwortlich für die Entwicklung eines neuen Synthesewegs für MDMA im Jahr 1967, das er auch selbst testete. Shulgin liebte seine Erfahrungen mit MDMA und wurde einer der stärksten Befürworter der Einnahme dieser Substanz zu therapeutischen Zwecken.

Er synthetisierte viele anderen Substanzen, wie synthetisches Meskalin und 2C-B. Er testete jede neue Substanz mit seiner Frau und seinen Freunden. Er schrieb über seine Experimente in den Büchern PiHKAL, TiHKAL und The Shulgin Index.

Wenn man sich die lange Geschichte der synthetischen Stoffe ansieht, wird klar, dass der Begriff Forschungschemikalie nur vorübergehend auf eine Substanz zutrifft. Als Shulgin MDMA (wieder)entdeckte war es eine Forschungschemikalie jedoch würde es heute niemand so nennen. Der Begriff scheint hauptsächlich für neu entwickelte Drogen verwendet zu werden.

Gesetzgebung

Jedes Jahr kommen ungefähr fünfzig neue psychoaktive Substanzen auf den Markt. Bevor etwas als verboten klassifiziert werden kann, muss es erst identifiziert werden. Da die chemische Struktur genau ermittelt werden muss und dafür eine fortgeschrittene Ausrüstung notwendig ist, handelt es sich hierbei um keinen einfachen Prozess.

Bevor diese langwierige Prozedur gestartet werden kann, muss die Substanz erst von der Exekutive regelmässig angetroffen werden. Es ist schlichtweg nicht durchführbar jeden mysteriösen Beutel mit irgendeinem Pulver einer kostenaufreibenden Studie zu unterziehen. Erst wenn die Substanz exakt definiert wurde, kann diese klassifiziert und zur Liste der verbotenen Substanzen hinzugefügt werden.

Diese Prozedur dauert zumindest ein Jahr, wodurch der Zeitraum zwischen dem ersten Aufkommen und dem offiziellen Verbot relativ gross ist. Das kann zu problematischen Situationen führen, da einige dieser Substanzen sehr gefährlich sind.

Deshalb setzen die europäischen Länder verschiedene Gesetze ein, um die Produktion, den Verkauf und den Konsum von Forschungschemikalien zu unterbinden:

  1. Arzneimittelgesetz: Eine neue psychoaktive Substanz wird automatisch als Arzneimittel gesehen, wodurch der Verkauf ohne Rezept verboten ist. Jedoch sind die Strafen für den Verkauf von Arzneimitteln ohne Rezept um einiges milder als für den Verkauf von verbotenen Substanzen.
  2. Allgemeines Gesetz: Alle chemischen Verbindungen, die der chemischen Struktur einer Substanz ähnlich sind, die in der Kategorie 1 verboten sind. Dennoch ist die Durchsetzung dieses Gesetzes nicht einfach, da es wie bereits beschrieben schwierig ist nachzuweisen, ob es sich um eine neue Substanz handelt oder nicht. Beweise zu finden ist sehr komplex, kostenaufreibend und zeitaufwendig.
  3. Sofortmassnahmen: Diese können eingesetzt werden falls ein schneller Eingriff aufgrund von Todesfällen notwendig ist.

Es gibt immer noch eine grosse Anzahl an psychoaktiven Substanzen in den Niederlanden, die weder von Punkt 1 noch Punkt 2 abgedeckt werden. So lange diese Produkte nicht zur Einnahme angeboten werden, wird auch ihr Verkauf nicht als strafbare Handlung angesehen.

Smartshops und Designerdrogen

Die ersten Smartshops entstanden aufgrund von (damals) legalen Designerdrogen, worunter 4MTA, 2C-B und 2CTB. Diese Smartshops wurden schnell sehr erfolgreich, da viele Psychonauten diese neuen Drogen erstehen wollten. Es war zu erwarten, dass dies nicht lange gut gehen konnte und bald wurden alle in Smartshops verkauften synthetischen Stoffe als verbotene Substanze angesehen. Es war ab diesem Zeitpunkt illegal synthetische Substanzen zur Einnahme zu verkaufen.

Explosion – Methylon

2004 wurde die letzte synthetische Droge aus den Regalen verbannt. Methylon wurde als „Explosion“ verkauft und war dem Etikett zufolge als Raumspray zu verwenden. Laut der Gesundheitsbehörde war Methylon eine (nicht registrierte) Droge.

Obwohl der Verkauf von Designerdrogen jetzt illegal ist, gibt es weiterhin Smartshop, die diese mit Etiketten anbieten, auf denen angegeben ist, dass sie nicht für die Einnahme geeignet sind. Dadurch wird das Gesetz umgangen. Bedauerlicherweise fehlt es durch diesen Zugang an klaren Informationen zu Dosierung und Risiken.

Azarius verkauft KEINE dieser sogenannten Forschungschemikalien, da wir die Gesundheit unserer Kunden nicht in Gefahr bringen wollen. Wir sind davon überzeugt, dass es wichtig ist klare Informationen für alle unsere Produkte anzubieten und nur Produkte zu verkaufen, die auch wirklich sicher sind.

Verschiedene Arten von Forschungschemikalien

Es sind viele verschiedene Arten von Forschungschemikalien erhältlich, die in vier allgemeine Gruppen eingeteilt werden können:

  • Phenylamphetamine werden von Phenylamin abgeleitet. Phenylamin kommt im menschlichen Körper, aber auch in Käse, Schokolade und Rotwein vor. Amphetamin, 4-Fluor, MDMA und 2C-B sind Beispiele von Drogen die zu dieser Gruppe gehören.
  • Tryptamine sind eine Gruppe von organischen Stoffen, die von 2-(Indool-3-yl)-Ethylamin abgeleitet werden. LSD, DMT, Melatonin und Psilocybin (der psychoaktive Wirkstoff von Magic Mushrooms) sind Teil der Tryptamin-Familie.
  • Cannabinoide sind Stoffe, die sich an den Cannabinoidrezeptor binden. Der Körper produziert Cannabinoide auf natürliche Weise, diese können aber auch in Pflanzen gefunden werden. Das beste Beispiel für eine Pflanze, die verschiedenen Cannabinoide enthält ist natürlich Cannabis.
  • Der Rest: Alle anderen Drogen, die nicht in die bereits erwähnten Kategorien passen.

Beliebte Substanzen

Einige Forschungschemikalien, die zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels relativ beliebt waren:

  • 4-FMP, auch bekannt als 4-Fluor, liegt in Bezug auf seine Wirkung irgendwo zwischen Amphetamin und MDMA. Man wird wie bei Amphetaminen aufmerksamer, aber auch einfühlsamer wie bei MDMA. Da viele Leute beide Wirkung mögen, wird 4-FMP immer beliebter.
  • 6-APB oder 5-APB ist ein bisschen wie XTC, seine Wirkung hält jedoch länger an und hat eine stärkere psychedelische Note.
  • LSZ wirkt ähnlich wie LSD, jedoch kürzer. Manche Konsumenten bevorzugen es, da LSD sehr intensiv ist und seine Wirkung lange andauern kann.

Obwohl einige Substanzen ziemlich beliebt sind, werden die meisten Forschungschemikalien nur von wenigen eingenommen. Neue Stoffe tauchen plötzlich auf und verschwinden auch genauso schnell wieder, falls das Interesse nicht gegeben ist. Es hat den Anschein, dass viele gerne Versuchskaninchen spielen.

Ausserdem haben namhafte Drogen wie MDMA und Amphetamin eine dermassen starke Wirkung, dass nur sehr wenige Forschungschemikalien auf eine ähnliche Beliebtheit in der Partyszene hoffen können. 4-Fluor und Mephedron sind jedoch Ausnahmen. Aber Mephedron fällt bereits unter das Arzneimittelgesetz und 4-Fluor wird wahrscheinlich bald folgen.

Risiken

Es gibt vier Hauptrisikos, die mit der Einnahme von Forschungschemikalien in Verbindung gebracht werden:

  1. Normalerweise gibt es wenig bis gar keine Untersuchungen zu den unmittelbaren Gefahren dieser neuen Drogen. Deshalb dürfen sie auch nicht als konsumierbares Produkt verkauft werden. Die Sicherheit des Produkts kann nicht garantiert werden.
  2. Da es sich immer um neue Substanzen handelt, sind auch die Langzeitauswirkungen unbekannt. Drogen wie Amphetamin und MDMA werden seit Jahren von grossen Gruppen von Menschen eingenommen. Von allen diesen Erfahrungen wissen wir, dass Amphetamine körperlich süchtig machen und es bei regelmässiger Einnahme von MDMA zu Leberschäden kommen kann.

    GHB war einst eine neue Droge und wurde anfangs als nicht süchtig machend mit wenig schädlichen Auswirkungen gesehen. Heute wissen wir, dass die Einnahme von GHB zu einer Sucht führen kann, die schwer zu behandeln ist und ein Risiko für Hirnschäden besteht, wenn die Droge täglich über einen längeren Zeitraum eingenommen wird.

  3. Da es keine Qualitäts- oder Sicherheitskontrollen beim Verkauf von Designerdrogen gibt, kann man niemals wissen, ob man auch erhält was man bestellt hat.
  4. Das bei weitem grösste Risiko liegt in der Tatsache, dass manche Menschen glauben, Forschungschemikalien seien nicht gefährlich, da sie nicht illegal sind. Das gilt im speziellen für Produkte, die in Smartshops verkauft werden. Man sollte bedenken, dass sie nur deswegen nicht verboten sind, da sie neu sind und der legale Status nichts über die Sicherheit aussagt.

Wenn Du trotzdem mit diesen Substanzen experimentieren willst, nimm unter keinen Umständen etwas ein, das gerade erst auf den Markt gekommen ist. Informiere dich ausführlich im Internet und spiele nicht mit deinem Leben. Wenn eine Substanz wirklich ist, was sie vorgibt zu sein, dann wird sie auch ausprobiert und Erfahrungsberichte veröffentlicht werden.

Ausserdem muss man bedenken, dass jede Person einzigartige Enzyme in sich trägt, die unterschiedliche Reaktionen mit dem gleichen Stoff haben können. Es kann sein, dass Du eine grauenhafte Erfahrung hast und eine andere Person davon unbeeinflusst bleibt.

Nachweisbarkeit

Manche Substanzen, die MDMA und Amphetamin ähneln, sind mittels Schweiss-, Urin- oder Bluttest nachweisbar. Diese können als Phenylamphetamine bezeichnet werden. Obwohl es schwierig ist zu identifizieren welche Substanz genau eingenommen wurde, zeigt ein Bluttest deinen Drogenkonsum auf.

Auf Tryptamine wird normalerweise nicht getestet, deshalb sind neue Drogen dieser Gruppe durch Standardtests praktisch nicht nachweisbar. Andere Designerdrogen produzieren eine Wirkung, die jener von Cannabis ähnelt, aber noch nicht illegal sind und auch nicht im Blut nachweisbar sind. In Deutschland führt die Exekutive Schweisstest durch, die bei einem positivem Ergebnis durch Bluttests gefolgt werden.

Wenn man mit (Spuren von) Cannabis in seinem Körper erwischt wird, bekommt man nicht nur eine Strafe sondern kann in manchen Fällen auch seine Arbeit bzw. die Arbeitserlaubnis in einer bestimmten Branche verlieren. Das trifft unter anderen auf Sozialarbeiter und Lehrer zu.

Für uns Niederländer ist das sehr seltsam. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Beweis für Cannabiskonsum bis zu drei Wochen im Blut gefunden werden kann. Deswegen kann es klug sein auf eine synthetische und nicht verbotene Substanz umzusteigen, wenn man in einem dermassen strikten Land lebt.

Gegenanzeigen

Jedes Jahr kommen ungefähr fünfzig neue Forschungschemikalien auf den Markt. Dadurch ist es unmöglich genaue Gegenanzeigen zu schreiben, die auf alle möglichen Stoffe zutreffen.

Als Faustregel sollte man niemals Forschungschemikalien mit irgendeiner Art von Arzneimittel oder einer anderen Droge kombinieren. Ausserdem raten wir davon ab sie bei hohem Blutdruck, Herzproblemen oder einer Neigung zu Psychosen einzunehmen.

Wenn Du auch nach dem Lesen aller unserer Warnungen noch überzeugt bist eine Forschungschemikalie ausprobieren zu wollen, lies dir bitte die allgemeinen Tipps im folgenden Artikel durch: Psychedelika sicher verwenden .



Kommentare

  • gcmsman 25-07-2017 18:21:01

    just reading before i order always more knowlege is power one love you guys an gals


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