Coffeeshops in Limburg verkaufen an Ausländer und warten auf Urteil des Gerichts

25-06-2013 - 2 Kommentare

Coffeeshops in Limburg verkaufen an Ausländer und warten auf Urteil des Gerichts Es ist einige Zeit her, dass wir über den niederländischen Wietpas (Weedpass) und den Tumult darum berichtet haben. Obwohl es den Wietpas nicht mehr als solchen gibt, ist der Verkauf an Ausländer in den südlichen niederländischen Gemeinden noch immer verboten. Kürzlich haben einige Coffeshops in Limburg angefangen das Gesetz zu ignorieren und ihre Türen für Ausländer zu öffnen, basierend auf der Tatsache, dass es diskriminierend wäre wenn diese vom Verkauf ausgeschlossen blieben.

Zur Erinnerung: Der Wietpas wurde am 1. Mai 2012 im südlichen Teil der Niederlande eingeführt. Das neue System verbietet allen Coffeeshops den Verkauf von Cannabis an Ausländer. Aber auch Niederländer können nicht einfach so in einen Coffeeshop gehen, sondern müssen ein registriertes Mitglied sein, was zu privaten Clubs führt. Die Erklärung der Politiker, die den Plan entwickelt haben, ist die Reduzierung von Problemen, die durch Drogentourismus in Städten wie Maastricht entstanden sind.

Nach massiven Protesten wurde der Wietpas Ende 2012 wieder abgeschafft, und durch ein System ersetzt, bei dem „jede Gemeinde ihre eigenen Massnahmen treffen kann“. Der Plan einer einheitlichen, landesweiten Linie wurde somit auch verworfen und dadurch bleibt der Verkauf an Ausländer in Städten wie Rotterdam und Amsterdam weiterhin legal. Für Touristen, die dafür nach Limburg kommen, hat sich jedoch nicht viel geändert. Niederländer können nach Belieben in Coffeeshops, ohne Registrierung oder Pass einkaufen, während der Verkauf an Ausländer strikt verboten bleibt.

Das Wietpas System war ein absoluter Misserfolg, da es den Strassenverkauf ankurbelte und sich gegen den Verkauf in einem kontrollierten und sicheren Umfeld richtete. Auch aufgrund der an manchen Orten noch bestehenden Beschränkungen für Ausländer, ist die Situation weiterhin suboptimal. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel in einer landesweiten Zeitung spricht von einem Anstieg der drogenbedingten Verbrechen um 33% in den Gebieten mit Verboten, im Gegensatz zu 4% im Rest der Niederlande. Maastricht ist eine der strikteren Gemeinden.

Letzten Monat öffneten drei Coffeeshops ihre Türen für Touristen. Einen Tag später antwortete die Polizei mit Razzien und verhaftete die Eigentümer. Das Gericht verurteilte sie zu einer Geldstrafe von € 5000 (zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Verkauf), 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einem Monat Gefängnis.

Der Eigentümer des Coffeeshops Smokey meint dazu: “Wir haben versucht damit vor Gericht zu gehen, wir glauben, dass der Artikel 1 der Verfassung gegen Diskriminierung wichtiger ist, als ein System, das in anderen Teilen des Landes nicht einmal durchgesetzt wird.”

Der Vorsitzende der VOCM (offizielle Vereinigung für Coffeeshops in Maastricht), Marc Josemans, meint, dass er froh sei, dass dieses Thema endlich auch vor Gericht diskutiert werde. Er sieht das Verbot des Verkaufs von Produkten an Ausländer als Diskriminierung und hofft, dass auch der Richter das so sieht.

Morgen (26. Juni) gibt das Gericht sein Urteil bekannt.

Update: The verdict is in and all coffeeshop owners were found guilty. The sentence includes a hefty fine as well as community service.

Quellen (Niederländisch)

Nieuws.thepostonline.nl - Bewijs: het falen van de wietpas, nu ook in Limburg Zuid

Ad.nl - Drugscriminaliteit explosief gestegen

Nu.nl - Straffen geëist tegen vier houders coffeeshops Maastricht

Kommentare

  • Andrei 26-06-2013 11:58:57

    because of suppression of weed hard drug abuse and alcoholism are growing. So when people have access to weed they dont consider to drink too much. Look at the Netherlands and learn how to combat unreal decisions by the government.

  • InSideYou 26-06-2013 18:53:32

    It is not just discrimination it is racism too!
    Netherland use to be our freespot in europe.
    We support the dutch people but not the dutch constitution!


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