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Hexenprozesse von Salem – Hexerei oder einfach nur ein schlechter Trip?

30-10-2017 - 1 Kommentare

Halloween steht vor der Tür (auch wenn ihr bereits letztes Wochenende gefeiert habt, ihr Bengel). Wenn die Geister der Toten bereit sind von ihren Gräbern aufzuerstehen und uns heimzusuchen, sind wir bei Azarius bereits in voller Halloween Stimmung. Und dann ist es auch der richtige Zeitpunkt, um eine wirklich komische Theorie über Hexenprozesse, Acid-Horrortrips und Patriarchat mit euch zu teilen. Also, los geht es.

Verhext

Die Begebenheit spielte sich im Jahr 1692, in Salem, Massachusetts, ab, nachdem diese kleine Stadt gerade von den amerikanischen Siedlern gegründet worden war. Das Leben war hart und die Leute – die Protestanten waren und vor der Verfolgung der Katholiken fliehen mussten – übertrieben ihre Religiosität extrem, um mit dem Mangel an Ressourcen, den extremen Wetterbedingungen, Lebensmittelmangel und anderen Faktoren umgehen zu können, denen sie ausgesetzt waren.

Im Jahr 1692 begannen komische Dinge zu passieren. Eine Gruppe dreier Mädchen aus dem westlichen Teil der Stadt erkrankte an einer mysteriösen Krankheit. Unter den Symptomen befanden sich schwere Bauchkrämpfe, Zucken, das Gefühl erdrosselt zu werden, von Nadeln gestochen zu werden und zu guter Letzt: visuelle Halluzinationen. Es schien keine medizinische Erklärung für diese Symptome zu geben. Das führte zu schwerer Paranoia unter den Einwohnern der Stadt. Ob diese Mädchen etwas zu aufsehenerregend damit umgingen oder nicht, sie meinten verhext geworden zu sein.

Es dauerte nicht lange, bis die erste „Hexe“ (eine ältere, obdachlose Frau) beschuldigt und eingesperrt wurde, und viele „unnormale“ Frauen und sogar einige Männer sollten ihr folgen. Hauptsächlich unverheiratete, kinderlose Frauen und nicht sehr eifrige Kirchengeher wurden der Hexerei beschuldigt. „Hexen“ wurde eingesperrt und neunzehn von ihnen wurden getötet. Die Hexenprozesse hörten relativ abrupt auf, als die ersten reicheren Frauen der höheren Klasse beschuldigt wurden.

Ergot

Und jetzt zu etwas vollkommen anderem. Am 19. April 1943, drei Tage nach der ersten Erkenntnis der angenehmen, psychedelischen Wirkung von LSD beschloss unser Lieblingswissenschaftler Albert Hofmann eine volle Dosis einzunehmen und schrieb mit seiner magischen Fahrradfahrt nach Hause, die sich in den ersten (absichtlichen) LSD-Trip verwandelte, Geschichte. Er entdeckte LSD, indem er Ergot synthetisierte; ein Pilz, der typischerweise auf Roggen wächst und am besten in feuchtem Klima gedeiht. Ergot in seiner natürlichen Form, kann eine tripartige Wirkung hervorrufen, die jedoch normalerweise nicht angenehm ist. Wenn man eine grosse Menge Ergot einnimmt führt dies zu einem wirklich, wirklich schlechten Trip, mit vielen üblen, körperlichen Nebenwirkungen.

Und jetzt zurück nach Salem. Es gibt Hinweise, dass es im Jahr 1692 eine besonders feuchte Periode gab. Es ist bekannt, dass die Leute aus Salem Roggen züchteten und viel Roggenbrot konsumiert wurde. Der westliche Teil der Stadt war sumpfig und deshalb auch feuchter als der östliche Teil. Und stell dir vor! Viele Leute, die glaubten verhext zu sein, lebten im westlichen Teil der Stadt. Eins und eins zusammengezählt bedeutet das also: Die Bewohner von Salem litten wahrscheinlich unter einer Ergot-Vergiftung. In anderen Worten: Sie hatten wahrscheinlich einfach einen wirklich schlechten Trip.

Natürlich werden wir das niemals sicher wissen. Aber es ist trotzdem eine interessante Theorie und eine traurige, schaurige und ärgerliche Geschichte. Und obwohl die Mädchen wahrscheinlich nicht wirklich verhext waren, heisst das nicht, dass es damals keine Leute gab, die Hexerei ausübten. Seit Ewigkeiten besteht eine reiche Tradition der Hexerei, durch eine alte Kenntnis der Verwendung von Pflanzen und (manchmal psychedelischen) Kräutern. Mehr über die Kräuter aus dem Hexengarten erfährst Du in unserer Enzyklopädie.

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Autorin: Sterre Marrée



Kommentare

  • Rick 31-03-2018 01:26:39

    My 9th great-grandmother was one of the three girls that were the chief accusers at the Salem Witch Trials. So the idea that some of their experiences might have been caused by clues clues that in 1692, there was a particularly damp period. It's known that the people from Salem grew rye, and that rye bread was consumed a lot. The western part of the town was swampy and therefore more damp than the eastern area. And guess what? Most people who thought they were bewitched lived in the west of town. So one and one is two: the residents of Salem were probably suffering from ergot poisoning. In other words: they were probably just having a really bad trip.


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