BlogCannabis 101 – Feminisierte vs. Reguläre Cannabissamen

Azarius

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Cannabis 101 – Feminisierte vs. Reguläre Cannabissamen

01-03-2018 - 0 Kommentare

Für Neulinge unter den Züchter von Cannabis kann der Besuch einer Online-Samenbank ein stressiges Erlebnis sein. Es gibt viele verschiedene Begriffe, die man kennen muss, bevor man den richtigen Samen und die richtige Sorte auswählen kann. In diesem Artikel wollen wir einen Blick auf den Unterschied zwischen “feminisierten” und “regulären” Samen werfen und dich zur richtigen Auswahl geleiten.

Der Kampf der Cannabis Geschlechter

Zuerst die Grundlagen. Cannabispflanzen können zwei Geschlechter haben – männlich oder weiblich. Beim Betrachten eines Samen ist es unmöglich das Geschlecht der daraus entstehenden Pflanze zu bestimmen. Ein “regulärer” Samen hat ungefähr die gleiche Chance männlich oder weiblich zu werden.

Weibliche Pflanzen produzieren dicht blühende Blüten, die wir gerne konsumieren. Männliche Pflanzen produzieren Blüten, die einen zwar nicht high machen, aber Pollen enthalten (nicht mit “Pollen” Haschisch zu verwechseln). Sollten die Pollen des Männchens mit einer blühenden weiblichen Blüte in Kontakt kommen, wird deren Energie in die Produktion von Samen umgeleitet, anstatt dicke, saftige Buds zu erzeugen.

Wenn Du anbaust, um Cannabis zum Konsum zu produzieren, muss dein also Garten frei von männlichen Pflanzen (und deren Pollen) sein.

Feminisierte Cannabissamen

Fachmännische Cannabiszüchter haben verschiedene Wege herausgefunden, wie die Samen höchstwahrscheinlich zu weiblichen Pflanzen werden.

Um einen feminisierten Samen zu erhalten stresst der Züchter eine weibliche Pflanze, damit sie zu einem Zwitter wird. Die daraus entstehenden “männlichen” Blüten auf einer weiblichen Pflanze produzieren dann (meistens) Pollen, die in Kombination mit einer rein weiblichen Pflanze Samen produzieren, die sich zu weiblichen Pflanzen entwickeln.

Wenn diese feminisierten Samen ausgekeimt werden, muss der Züchter seinen Garten nicht auf Anzeichen von männlichen Pflanzen kontrollieren – die entfernt oder vernichtet werden müssten.

Da Samen sehr teuer sind (danke Verbot!), will man natürlich 100% seiner Samen züchten, anstatt nur ca. 50%.

Feminisierte Samen sind nicht nur interessant für Züchter. Samenproduzenten wollen dir natürlich für jede Runde neue Samen verkaufen, sonst würdest Du dir nur einmal Samen kaufen und wärst dann autark – oder sogar ein Konkurrent.

Wenn Du Anfänger bist und aus allen deinen Samen blühende Buds zum Konsum züchten oder gleich eine Mutterpflanze für Stecklinge produzieren willst, dann stellen feminisierte Samen die beste Wahl zum Starten dar.

Du könntest dir auch feminisierte Autoflowering Samen überlegen – die absolut am einfachsten zu züchtende Gattung Cannabispflanzen. Siehe diesen Artikel über den Unterschied zwischen Autoflowering und Photoperioden Samen.

Reguläre Cannabissamen

Du wirst dich vielleicht wundern, warum überhaupt jemand Interesse an regulären Samen haben könnte.

Wenn Du 10 reguläre Samen auskeimst, erhältst Du wahrscheinlich 5 männliche und 5 weibliche Pflanzen. Jede Sorte hat ihre eigenen Eigenschaften. Manche sind eher Sativa dominant (grösser, längere Blätter, hellere Farbe, aufbauendes High), während andere eher Indica dominant sind (kürzer, buschiger, dunklere Farbe, breitere Blätter mit einer eher angenehmen stoned Wirkung).

Der Züchter entscheidet, welche er behalten will. Manche halten die Pflanzen sogar in der Wachstumsphase (Mutterpflanze) und nehmen Stecklinge ab, um zu sehen, welche Wirkung sie bevorzugen. Du kannst dir vorstellen, dass dieser Prozess sehr lange dauert – viele Monate, manchmal sogar Jahre.

Cannabisexperten meinen, dass die Pflanzen, die von regulären Samen gezüchtet wurden, stärker sind. Manche Züchter behalten ihre Mutterpflanze über mehrere Jahrzehnte, das bedeutet also, dass es sicherer ist mit einem regulären Samen zu beginnen als mit einem bearbeiteten, feminisierten Samen.

Wenn sie ihre eigenen Cannabissorten entwickeln wollen, trennen Züchter die männlichen Pflanzen von den weiblichen, sobald sie Anzeichen ihres Geschlechts geben und nehmen Proben der Pollen. Dann kreuzen sie die Pollen mit den Stecklingen der weiblichen Pflanzen, um zu sehen was das Ergebnis bringt.

Wenn das etwas kompliziert klingt, keine Sorge, das ist es auch.

Zum Kreuzen und Entwickeln von Sorten braucht man fortgeschrittene Zuchtmethoden und hochentwickelte Installationen. Stell dir vor wie viele verschiedene Räume/Bereiche notwendig sind, um Mutterpflanzen und ausgewachsene Männchen und Weibchen voneinander getrennt zu halten.

Wenn sie richtig verwendet werden, können reguläre Samen ein grossartiges Ausgangsmaterial für Züchter sein, die Pflanzen kreuzen wollen.

Deshalb sind reguläre Pflanzen interessanter für Leute, die Erfahrung beim Anbau haben und sich mit einer neuen Ebene der Cannabiszucht befassen wollen.

Fazit

Wenn Du nicht weisst, was der Unterschied ist zwischen feminisierten und regulären Samen, dann solltest Du wahrscheinlich zu feminisierten Samen greifen. 99% dieser Samen werden nach dem Auskeimen zu weiblichen Pflanzen und Du musst dir weniger Sorgen um deinen Garten machen.

Wenn Du wirklich in die Wissenschaft der Cannabispflanze eintauchen willst, dann kannst Du dir reguläre Samen überlegen. Diese sind teurer und auch schwieriger zu bekommen als weibliche Samen, aber essentiell wenn Du ein professioneller Züchter werden willst.



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