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Azarius

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Zwischen Autoflowering und Feminisierten Samen wählen für Anfänger

08-03-2019

Eine Geschichte von Cannabis Sativa, Indica und Ruderalis

Der amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut, der auch Anthropologie studiert hat, sagte einmal, dass sich unsere westlichen Geschichten von jenen in „primitiveren“ Kulturen unterscheiden, da unsere einen narrativen Bogen besitzen: Charaktere verfolgen ein Ziel, müssen Schwierigkeiten überwinden und am Ende erfolgreich sein oder haben die Erfahrung zumindest als erlösend empfunden. Die offizielle Geschichte, wie wir Menschen zur Cannabispflanze stehen, hat ihre Wurzeln in einer antiken Symbiose, liest sich aber wie eine moralisierende Kindergeschichte.

Die Geschichte von Cannabis heutzutage ist einfach und unkompliziert, zumindest aus der Sicht der THC-Fans: Es gibt Protagonisten, die danach streben, besser zu werden als ihr ursprüngliches Selbst, ein Rivale, der seinen Weg bahnt, und ein glückliches Ende, an dem beide Charaktere letztendlich gemeinsam an der Verbesserung der Menschheit arbeiten. Diese Geschichte handelt von Sativa, Indica, aber auch von ihrem wenig bekannten Verwandten Ruderalis, dem die Rolle des reumütigen Bösewichts gegeben wird.

Sativa und Indica Cannabissorten enthalten viel mehr THC als ihre Ruderalis Geschwister, haben aber auch eine grosse Schwäche: Sie wachsen langsam und blühen nur einmal im Jahr. Sie können zu beeindruckenden Sträuchern mit einer Fülle von dichten, harzbedeckten Buds heranwachsen. Es sind die Sorten Sativa und Indica, die durch die Darstellung ihrer breiten, üppigen Blätter mit mehreren Fingern zu kulturellen Symbolen geworden sind. Abgesehen von ihrem auffälligen Aussehen und ihrem üppigen Ertrag stammen Sativa und Indica aus der südlichen Hemisphäre. Sie haben sich an einen luxuriösen Lebensstil gewöhnt und blühen, wenn die Zeit reif ist. Sie sind als photoperiodische Sorten bekannt, da sie von der Wachstumsphase in die Blütezeit übergehen, wenn das Sonnenlicht am Ende des Sommers knapp wird.

Die Cannabis Ruderalis hingegen hat sich an die rauen Bedingungen der nördlichen Hemisphäre angepasst und ist stämmiger und weniger üppig bzw. luxuriös als ihre südlichen Familienmitglieder. Diese Sorte hat nicht nur gelernt, mit weniger Sonnenlicht umzugehen, sondern hat auch ihre Blütezeit von der Veränderungen der Lichtverhältnisse getrennt. Das bedeutet, dass Cannabis Ruderalis nach einer gewissen Zeit zu blühen beginnt und mehrmals im Jahr blühen kann, unabhängig von saisonalen Veränderungen. Die Cannabis Ruderalis besitzt leider geringere Mengen an THC, was sie zum Aussenseiter der Cannabisfamilie in dieser Geschichte macht.

Unsere Helden, Cannabis Sativa und Cannabis Indica, haben ihren delikaten Charakter überwunden, indem sie mit Cannabis Ruderalis gekreuzt wurden: Viele Sativa- und Indica-Sorten sind daher Mischlinge. In ihrem Bestreben, bessere, stärkere und produktivere Versionen von sich selbst zu werden, haben sich die Sorten Sativa und Indica mit Ruderalis verschmolzen, um uns das Beste beider Welten zu geben. So steht es zumindest geschrieben…

Autoflowering vs. Feminisiert: Es steckt mehr dahinter als man auf den erste Blick sieht

Leider wird der stereotype Bogen dieser Geschichte den Komplexitäten der realen Welt nicht gerecht. Was wir Menschen am meisten schätzen sind weibliche Cannabispflanzen und deren nicht bestäubte harzige Buds. Heutzutage werden Samen von Sativa- und Indica-Sorten (oder Hybriden davon) oft als feminisiert bezeichnet, während die Samen von Sorten, die mit Ruderalis gekreuzt wurden, den Namen "Autoflowering" tragen. Dies ignoriert jedoch die Tatsache, dass auch die meisten Autoflowering-Samen feminisiert wurden. Eine genauere Unterscheidung wäre daher "Photoperioden" vs. "Autoflowering" Samen, aber der Einfachheit halber werden wir uns an die etablierte Terminologie halten. Was sollte man also bei der Wahl zwischen Autoflowering und feminisierten Samen beachten?

Wenn man mehrere Ernten im Jahr bevorzugt, sind selbstblühende Sorten natürlich eine sichere Wahl. Kleinere Pflanzen und kürzere Blütezeiten führen zu bescheidenen, aber zuverlässigen Ernten. Feminisierte Sorten wachsen über einen grösseren Zeitraum und können zur Erntezeit eine beeindruckende Grösse erreichen. Sie sind empfindlicher wenn es um die Blüte geht und können nur einmal im Jahr geerntet werden, der Ertrag ist allerdings reichlich, stark und enthält weniger Blätter unter den Buds. Trimmen hilft bei selbstblühenden Pflanzen nicht, da sie sich nur für eine begrenzte Zeit in ihrer Wachstumsphase befinden, was die Entwicklung neuer Zweige einschränkt. Im Gegensatz dazu profitieren feminisierte Pflanzen enorm von einem gut durchdachten und ausgeführten Trimmen und können so zu beeindruckenden Exemplaren heranwachsen.

Ein weiterer Vorteil feminisierter Sorten ist, dass sie geklont werden können. Ein Klon einer Pflanze, im Grunde genommen ein Steckling, den man umpflanzen kann, behält nicht nur die genetische Beschaffenheit der Mutterpflanze, sondern auch ihr Alter. Bei selbstblühenden Sorten bedeutet dies, dass ein Klon zu blühen beginnt, wenn er noch eine kleine Pflanze ist, was zu einer sehr mageren Ernte führt. Ein feminisierter (Photoperioden!) Klon hat noch viel Zeit, um seine Wachstumsphase zu durchlaufen, so dass er bis zur Ernte zu einer grossen Pflanze heranwachsen kann. Jede neue Autoflowering Pflanze benötigt einen neuen Samen, während man mit einem einzelnen Samen einer feminisierten Pflanze einen grossen Cannabisgarten anlegen kann. Abgesehen von diesen allgemeinen Überlegungen, sollte man auch ein wenig tiefer in die Vor- und Nachteile jeder Option eintauchen, je nachdem, ob man die Pflanze drinnen oder draussen anbauen will.

Autoflowering vs. Feminisiert: Outdoor Anbau

Autoflowering Sorten bieten den entscheidenden Vorteil, dass man sich nicht um die Menge an Licht kümmern muss, der die Pflanzen ausgesetzt sind. Sie reifen entsprechend ihrer genetischen Programmierung, unabhängig von Lichtzyklen. Die bescheidene Grösse der selbstblühenden Pflanzen ist perfekt für Umgebungen, in denen man es bevorzugt, dass die Cannabispflanze unter den anderen Pflanzen im Garten nicht heraussticht. Autoflowering Pflanzen haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie vor der Ernte nur für kurze Zeit Schädlingen und Plagen ausgesetzt sind.

Feminisierte Samen sollten in der Regel im März/April gepflanzt und im September/Oktober geerntet werden. Die feminisierte Pflanze wächst im vegetativen Stadium weiter, solange sie der richtigen Menge an Sonnenlicht ausgesetzt ist, was natürlich gut ist wenn die Cannabispflanzen eine wichtige Rolle im Garten spielen sollen. Einen allgemeiner Leitfaden zur Aufzucht von Cannabis im Freien findest Du in unserer Enzyklopädie.

Autoflowering vs. Feminisiert: Indoor Anbau

Autoflowering Sorten entwickeln sich hervorragend, wenn man einem regelmässigen Verhältnis von 16 Stunden Licht zu 8 Stunden Dunkelheit während ihrer Wachstums- und Blütephase folgt. Aufgrund ihrer relativ geringen Grösse sind sie auch perfekte Kandidaten für den Indoor-Anbau, wenn wenig Platz ein Problem ist. Wir haben auch einen detaillierteren Leitfaden zum Anbau von Autoflowering Pflanzen, geeignet für Indoor und Outdoor, verfasst.

Um Pflanzen aus feminisierten Samen wachsen zu lassen benötigen sie etwa 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit. Sobald der Lichtzyklus auf ein 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel umgestellt wird, beginnt die Pflanze zu blühen und es gibt kein Zurück mehr. Das Trimmen der Pflanze, damit sie ihr volles Potenzial erreicht, erfordert etwas Können und letztendlich wird die Pflanze eine beträchtliche Menge an Platz einnehmen.

Autoflowering vs. Feminisiert: Zeit sich zu entscheiden

Auch wenn Autoflowering Samen für Cannabiszüchter auf der ganzen Welt einen Schritt nach vorne bedeuten, gibt es viele gute Gründe, feminisierte Samen zu bevorzugen. Ob man sich nun für Autoflowering oder feminisierte Pflanzen entscheidet, ob drinnen oder draussen, jetzt ist es an der Zeit, mit dem Pflanzen zu beginnen. Daher sollte man sich bald entscheiden, wenn man das Beste aus der Ernte dieses Jahres herausholen will. Fängst Du gerade erst an, dich mit Botanik zu beschäftigen und Du willst deine Kräuter lieber früher als später ernten? Vielleicht macht es dir nichts aus, einen Samen für jede neue Pflanze zu kaufen, wenn das bedeutet, dass Du mehrere Ernten pro Jahr erhältst? Dann ist der Kauf von Autoflowering Samen wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Oder hast Du bereits einen grünen Daumen und bist bereit zu warten, bevor Du die Früchte deiner grossen, gut entwickelten Pflanze ernten kannst? Vielleicht überlegst Du sogar, eine Mutterpflanze zu klonen, von der Du weisst, dass sie deinen speziellen Bedürfnissen entspricht? In diesem Fall sind feminisierte Samen wahrscheinlich das, wonach Du suchst. Keine Angst, Azarius hilft dir mit mehr als 25 Marken und einem praktischen Filter in unserem Seedshop, um die richtigen Samen für dich zu finden.



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